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Corona-Krise

Britische Corona-Mutante B.1.1.7 gefährlicher als bislang gedacht

  • Pamela Dörhöfer
    vonPamela Dörhöfer
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Laut einer Studie hat die in England entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 wohl mehr krankmachendes Potenzial als das ursprüngliche Coronavirus.

  • Die in England entdeckte Variante des Coronavirus breitet sich weiter aus.
  • Forscher:innen haben nun eine neue Studie über die Corona-Variante B.1.1.7 veröffentlicht.
  • Offenbar ist die Mutante gefährlicher als bisher gedacht.

London – Dass die zuerst in England aufgetauchte Corona-Variante B.1.1.7 ansteckender ist als der bisher dominierende Stamm von Sars-CoV-2, gilt mittlerweile als gesichert. Auch in Deutschland scheint sich die sogenannte „britische Variante“ mittlerweile auszubreiten. So wird unter anderem der derzeit starke Anstieg von Corona-Neuinfektionen in Flensburg auf B.1.1.7 zurückgeführt. Der tatsächliche Anteil dieser Variante an den Infektionen ist aber schwer einzuschätzen, weil nur in den wenigsten Fällen bei positiven Testergebnissen auch das Viruserbgut sequenziert wird.

Coronavirus: Sorgt die britische Corona-Variante für heftigere Erkrankungen?

Unklar war bisher, ob die nach dem Ort des ersten Auftauchens so bezeichnete britische Variante des Coronavirus für mehr und heftigere Erkrankungen sorgt als ihr ursprünglicher Verwandter. Aktuelle Daten der „Nervtag-Gruppe“ liefern nun Hinweise, dass es sich tatsächlich so verhalten könnte. „Nervtag“ steht für „New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Group“. Das ist eine Gruppe von Wissenschaftler:innen, die die britische Regierung berät. In ihre Analyse eingeflossen sind bevölkerungsbasierte Untersuchungen mehrerer Forschungsteams, unter anderem der London School of Hygiene & Tropical Medizine, des Imperial College London und der Behörde Public Health England. Die Auswertung ihrer Studien deutet darauf hin, dass die britische Virusvariante nicht nur zu mehr Ansteckungen, sondern auch zu mehr Einweisungen ins Krankenhaus und zu mehr Todesfällen führt.

Das Ergebnis der DNA-Analyse eines mutierten Coronavirus. dpa

Coronavirus: Risiko einer Ansteckung bei britischer Corona-Variante um 36 Prozent erhöht

Bislang lautete die in der Fachwelt verbreitete Vermutung, dass das Risiko der Corona-Variante B.1.1.7 im Vergleich zum ursprünglichen Coronavirus um 36 Prozent erhöht sein könnte, jetzt ist von 40 bis 60 Prozent die Rede. Die genaue Ursache für das möglicherweise erhöhte krankmachende Potenzial von B.1.1.7 ist laut einem Bericht im „Ärzteblatt“ nicht bekannt. Vermutet wird, dass „der leichtere Eintritt des Coronavirus in die Zellen, der vor allem durch die Mutation N501Y verursacht wird, zu einer höheren Viruslast führt, was die Infektion weiterer Zellen erleichtern könnte“, wie es im „Ärzteblatt“ heißt. B.1.1.7 zeichnet sich wie die südafrikanische und die brasilianische Variante durch mehrere Mutationen jener Genregionen aus, die das Spike-Protein kodieren, mit dem das Virus sich an menschliche Zellen heftet und Eintritt verschafft.

Coronavirus: Gefährlichkeit der britischen Corona-Variante ist schwer zu bestimmen

Allerdings ist sich, wie so oft beim Thema Corona, die Wissenschaft auch in puncto Gefährlichkeit der britischen Variante nicht ganz einig – wenngleich die Mehrheit der britischen Forschungsteams zum Ergebnis kommt, dass die Pathogenität von B.1.1.7 erhöht ist. Zu den wenigen Gruppen, die anderer Ansicht sind, gehört das „Coronavirus Clinical Information Network“. Dieses Forschungsteam erkannte bei der Auswertung seiner Daten keinen Anstieg der Sterblichkeit. (Pamela Dörhöfer)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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