Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Auch Trump damit behandelt

Künstliche Corona-Antikörper feiern Erfolge in den USA: Wie die neuen Medikamente wirken

  • Pamela Dörhöfer
    vonPamela Dörhöfer
    schließen

In den USA erzielen neue Corona-Medikamente erste Erfolge: Auch in Deutschland sollen die Mittel mit den künstlichen Antikörpern eingesetzt werden.

  • Auch in Deutschland werden die Corona-Medikamente mit künstlichen Antikörpern bald eingesetzt.
  • Jens Spahn sichert 200.000 Dosen der Medizin, die auch Donald Trump verabreicht wurde.
  • Doch wie wirken die Covid-19-Medikamente und wann setzt man sie am besten ein?

Frankfurt - „Regn-CoV-2“ und „Bamlanivimab“ sind die Namen der beiden Antikörper-Medikamente, von denen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 200.000 Dosen zum Preis von 400 Millionen Euro bei US-amerikanischen Pharmafirmen bestellt hat, wie er der „Bild am Sonntag“ sagte. Beide Arzneimittel sind in der Europäischen Union bislang nicht auf dem Markt, die Hersteller haben in der EU auch noch keine Zulassung beantragt. In den USA wurde beiden eine Notfallzulassung erteilt.

„Regn-CoV-2“ von Regeneron und „Bamlanivimab“ von Eli Lilly sind Medikamente auf Basis monoklonaler Antikörper gegen das Coronavirus. Monoklonal bedeutet, dass die im Labor hergestellten Antikörper identisch sind und sich alle gegen eine bestimmte Stelle des Erregers richten.

Corona-Antikörper: Wie Medikamente mit künstlichen Antikörpern wirken

Regn-CoV-2“ enthält zwei solcher monoklonalen Antikörper, die auf zwei Regionen des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 zielen; an einem Cocktail mit drei Antikörpern wird bei Regeneron zudem geforscht. Im Oktober war US-Ex-Präsident Trump mit dem Medikament behandelt worden und pries es danach werbewirksam an. „Bamlanivimab“ setzt auf nur einen monoklonalen Antikörper als Wirkstoff.

Name: Regn-CoV-2Name: „Bamlanivimab“
Hersteller: Regeneron Hersteller: Eli Lilly
Anzahl der monoklonalen Antikörper: 2Anzahl der monoklonalen Antikörper: 1

Corona-Medikament: Soll in einem bestimmten Krankheitsstadium eingesetzt werden

In den USA können beide Mittel gegen Corona zur Behandlung von Patient:innen ab zwölf Jahren mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem Menschen mit starkem Übergewicht (BMI über 35), Diabetes, chronischen Nierenleiden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder der Lungenkrankheit COPD. Wer wegen Covid-19 allerdings bereits im Krankenhaus behandelt wird oder Sauerstoff benötigt, darf diese Medikamente nicht bekommen. Am besten sollen beide in einem frühen Stadium wirken, wenn das Immunsystem noch keine eigenen Antikörper gegen das Coronavirus* gebildet hat.

Corona-Medikamente mit künstlichen Antikörpern sollen zu einem bestimmten Zeitpunkt im Krankheitsverlauf eingesetzt werden (Symbolbild)

Antikörper-Medikament gegen Corona: US-Arzneimittelbehörde räumt „Unsicherheiten“ ein

Möglicherweise könnte „Bamlanivimab“ auch zur Vorbeugung eingesetzt werden. Eine Studie aus Indianapolis ergab laut „Ärzteblatt“, dass eine einmalige präventive Behandlung bei noch nicht infiziertem Personal und Bewohner:innen von Pflegeheimen „die Häufigkeit einer Covid-19-Erkrankung deutlich gesenkt“ habe. Bei bereits Infizierten sei der Krankheitsverlauf abgeschwächt worden.

Die Datenlage für beide Medikamente ist allerdings noch relativ dünn, auch in Bezug auf mögliche Nebenwirkungen. So räumt die US-Arzneimittelbehörde ein, dass es noch viele Fragen und „Unsicherheiten“ gebe. Kürzlich haben Forschende aus Deutschland, Schweden und den USA zudem neue Fragmente von Antikörpern entdeckt. (Pamela Dörhöfer) *wa.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © IPA Photo/imago images

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare