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Bundestagsdebatten samt Videos durchsuchen

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Bundestag
Zum Themendienst-Bericht vom 7. November 2022: Wer interessante Debatten aus dem Plenarsaal nicht live verfolgen kann oder Bundestagsreden später sehen will, wird online fündig. © Christoph Soeder/dpa/dpa-tmn

Parlamentsdebatten transparenter und besser zugänglich machen. Das ist das erklärte Ziel einer Plattform, die den Text der Redebeiträge mit den zugehörigen Videos verknüpft. Und das klappt erstaunlich gut.

Berlin - Im Bundestag geht es oft hoch her. Aber selten ist man als Zuschauer oder Zuschauerin dabei, sei es vor Ort im Plenarsaal oder beim Livestream des Parlamentsfernsehens.

Wer eine interessante Debatte später trotzdem einmal sehen möchte oder bestimmte Aussagen von Politikerinnen und Politikern im Parlamentskontext sucht, wird auf „Openparliament.tv“ fündig.

Fünf Debattenjahre durchsuchen und anschauen

Dort lassen sich sämtliche Bundestagsdebatten seit Beginn der 19. Wahlperiode (Oktober 2017) im Volltext durchsuchen und als Video anschauen. Warum seit 2017? Seit dieser Wahlperiode liegen die Plenarprotokolle des Parlaments im maschinenlesbaren Open-Data-Format vor. Die zugehörigen, verknüpften Videos stammen aus der Mediathek des Bundestags.

Das Besondere an der Plattform ist nicht nur die gute Durchsuchbarkeit: Treffer werden übersichtlich entlang einer Zeitleiste in nach Datum, Thema und Relevanz sortierbaren Kästchen angeordnet, in denen man die Transkript-Fundstelle im Kontext nachlesen kann.

Die Ergebnisse lassen sich etwa nach Suchzeitraum oder Partei filtern. Mit einem Klick ins Kästchen springt man schon zur kombinierten Textprotokoll-Video-Ansicht.

Protokolltext und Video sind synchronisiert

Die ist das Herzstück der Plattform, denn dort stehen Text und Video in möglichst exakter zeitlicher Synchronisation (Alignment) nebeneinander. Springt man im Text, springt auch das Video an die entsprechende Stelle und umgekehrt.

Das Projekt wird mit Fördermitteln und Spenden finanziert und beabsichtigt nach Angaben der Macherinnen und Macher, nach und nach auch weitere Parlamente auf die Plattform zu bringen - seien es andere nationale Parlamente, Stadträte oder auch das EU-Parlament. dpa

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