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Booster-Impfung gegen Corona: Nebenwirkungen, die bei Biontech und Moderna auftreten können

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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Immer mehr Menschen in Deutschland erhalten eine Booster-Impfung gegen Corona. Dabei können Nebenwirkungen auftreten. Eine Übersicht.

Frankfurt – Seit dem Beginn der vierten Corona-Welle in Deutschland ist das Thema in aller Munde: die Auffrischungsimpfung. Der Booster soll den Impfschutz erhöhen und die andauernde pandemische Welle endlich brechen. Wie ist der aktuelle Stand? Und welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen gibt es?

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Gesundheitsministeriums hat die Zahl der Booster-Impfungen mittlerweile die Marke von acht Millionen erreicht. Laut Impfdashboard haben, Stand Sonntag (04.12.2021, 09.56 Uhr), 13,3 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung erhalten. Insgesamt sind in Deutschland bisher 57,2 Millionen Menschen (68,9  Prozent der Bevölkerung) vollständig gegen Corona geimpft.

Corona-Booster mit Biontech und Moderna – Sind Sorgen vor Impfreaktionen begründet?

Einem Bericht zufolge herrscht aufgrund der Corona-Booster-Impfungen in den niedersächsischen Arztpraxen ein regelrechter Ansturm. Der stellvertretende Vorsitzende des Hausärzteverbandes Niedersachsen, Jens Wagenknecht, sagte der Oldenburger Nordwest-Zeitung, dass sich die Anmeldungen teilweise versechsfacht hätten. Er forderte Impfwillige zu einer „größeren Gelassenheit“ auf. Der Andrang sei so groß, dass die Terminvergabe sogar bis ins Jahr 2022 hineinreiche.

Unabhängig davon, ob eine Person zuvor doppelt mit Biontech, Moderna oder Astrazeneca gegen Corona geimpft wurde, empfiehlt die Stiko für die Auffrischungsimpfung ausschließlich die mRNA-Vakzine von Biontech oder Moderna.

Doch nicht alle Menschen wollen sich die dritte Corona-Impfung unmittelbar verabreichen lassen. Wie bei der Erst- und Zweitimpfung haben Impfwillige vereinzelt Sorgen vor Impfreaktionen oder gar Nebenwirkungen. Anlass für die Sorgenfalten gibt es jedoch keine. „Die Impfreaktionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt“, heißt es vom RKI im Aufklärungsbogen zur Booster-Impfung. „Die Häufigkeit und die Art möglicher Nebenwirkungen nach der Auffrischimpfung sind vergleichbar mit denen nach der 2. Impfung.“

Unabhängig davon, ob eine Person zuvor doppelt mit Biontech/Pfizer, Moderna oder Astrazeneca gegen Corona geimpft wurde, empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) für die Auffrischungsimpfung ausschließlich die mRNA-Vakzine von Biontech oder Moderna. Dies gilt auch für Kreuzimpfungen – beispielsweise, wenn zuerst Astrazeneca verabreicht wurde und bei der Zweitimpfung Biontech. Welche Impfreaktionen treten bei den beiden Booster-Impfstoffen am häufigsten auf?

Booster-Impfung mit Biontech: Die häufigsten Impfreaktionen des Corona-Impfstoffs

  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Gelenkschmerzen
  • Fieber
  • Schwellung der Einstichstelle
  • Impfreaktionen nach Häufigkeit sortiert.

Booster-Impfung mit Moderna: Die häufigsten Impfreaktionen des Corona-Impfstoffs

  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Schwellung oder Schmerzempfindlichkeit der Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Schwellung und Rötung an der Einstichstelle
  • Impfreaktionen nach Häufigkeit sortiert.

Corona: Dritte Impfung mit Biontech oder Moderna – Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Nicht nur das RKI, auch die Stiko hat skeptischen Menschen bereits die Furcht vor schweren Impfreaktionen oder Nebenwirkungen genommen. Dem Nachrichtenportal Nordbayern sagte der Mediziner Christian Bogdan, der seit 2011 Mitglied der Expertengruppe ist: „Die bisher vorliegenden Untersuchungen zeigten, dass die dritte Impfung nicht zu einer Steigerung der Nebenwirkungen führt. Sie liegen im gleichen Rahmen wie nach der zweiten Impfung.“

Bogdan sprach den Appell aus, sich gegen Corona boostern zu lassen. Dabei müsse jedoch auf den richtigen Zeitpunkt geachtet werden. „Wenn die Booster-Impfung zu früh, also zwei bis drei Monate nach der Zweit-Impfung verabreicht wird, dann hat das eher einen negativen als einen positiven Effekt“, sagte der Experte und fügte hinzu: „Wenn man zu früh boostert, kommt es nicht zu der beabsichtigten Steigerung der Immunantwort.“

Das Risiko einer Herzmuskelentzündung nach einer mRNA-Impfung scheint besonders bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern höher als bisher angenommen. (Tim Vincent Dicke)

Rubriklistenbild: © Petra Nowack/Imago

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