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mRNA-Impfstoff

Biontech/Pfizer: Wichtige Fakten zum Corona-Impfstoff

Im Kampf gegen das Coronavirus haben das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer gemeinsam einen Impfstoff entwickelt. Wir erklären die Hintergründe.

  • Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer soll einen 95-prozentigen Schutz bieten
  • Bei dem Corona-Impfstoff handelt sich um einen genbasierten, einen sogenannten mRNA-Impfstoff
  • Als erstes Land hatte am 2. Dezember 2020 Großbritannien den Corona-Impfstoff zugelassen

Mainz - Der Corona-Impfstoff des Unternehmens Biontech aus Mainz und dem US-Pharmariesen Pfizer ist ein sogenannter genbasierter Impfstoff, auch mRNA-Impfstoff genannt. Bei einer Impfung bekommt der Körper genetisches Material des Coronavirus zugefügt. Auf dieses reagiert das Immunsystem unter anderem mit der Bildung von Antikörpern. Großer Vorteil von mRNA-Impfstoffen ist, dass sie schneller als konventionelle Impfstoffe produziert werden können. Allerdings muss ein solcher Impfstoff bei minus 70 Grad gelagert werden. Daher ist die Auslieferung des Impfstoffs sehr aufwändig.

Um einen Infektionsschutz zu bieten, muss der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zweimal innerhalb von drei Wochen injiziert werden werden. Die Wirkung soll 28 Tage nach der ersten oder sieben Tage nach der zweiten Injektion festgestellt werden können.

Biontech-Impfstoff gegen Corona kann leichte Nebenwirkungen hervorrufen

Impfstudien zufolge verspricht der Corona-Impfstoff einen 95-prozentigen Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Er funktioniert nach Angaben der Unternehmen für alle Altersgruppen ähnlich gut und zeigt praktisch keine ernsten Nebenwirkungen. Bei Menschen, die älter als 65 Jahre sind, soll der Schutz bei über 94 Prozent liegen.

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer wurde am 2. Dezember 2020 in Großbritannien zugelassen. (Symbolbild)

Dennoch können nach der Impfung Nebenwirkungen auftreten - auch wenn laut Biontech die meisten Probanden der Impfstudie den Impfstoff gut vertragen haben. Dem Unternehmen aus Mainz zufolge traten bei 3,8 Prozent der Teilnehmer Müdigkeit und Erschöpfung auf, zwei Prozent bekamen Kopfschmerzen. Laut der Studie hatten ältere Studienteilnehmer weniger und schwächer ausgeprägte Nebenwirkungen.

Laut der Impfstudie könnte der Impfstoff von Biontech und Pfizer auch vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Wie lange jedoch eine Impfung vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützt, ist noch unklar.

Neben Biontech/Pfizer haben auch Moderna und Astra Zeneca Corona-Impfstoffe entwickelt

Weitere Impfstoffe haben der US-Pharmakonzern Moderna und das schwedisch-britische Unternehmen entwickelt Astra Zeneca. Auch Moderna hat bereits Zulassung in den USA und der EU beantragt. Auch Moderna setzt auf einen mRNA-Impfstoff. Astra Zeneca hat hingegen einen Vektor-Impfstoff entwickelt. Dieser besteht laut Bundesministerium für Bildung und Forschung aus für den Menschen harmlosen Erregern, den Vektoren, die ein oder mehrere Moleküle (Antigene) des Krankheitserregers tragen. Diese sollen eine Immunantwort des Körpers hervorrufen.

Etwa 50 Millionen Impfdosen können Biontech und Pfizer bereitstellen, somit könnten 25 Millionen Menschen immunisiert werden. 2021 sollen laut dem Unternehmen aus Mainz und dem US-Pharmariesen bis zu 1,3 Milliarden Corona-Impfdosen produziert werden.

Laut einer Umfrage der Barmer* wollen sich im Schnitt 53 Prozent der Deutschen, die 16 Jahre und älter sind, gegen das Coronavirus impfen lassen. *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Marcus Brandt/dpa

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