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Corona-Pandemie

Biontech oder Astrazeneca: Arztpraxen in Deutschland dürfen Impfstoff künftig auswählen

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Künftig sollen Arztpraxen selbst entscheiden dürfen, welchen Corona-Impfstoff sie ihren Patienten verabreichen.

Berlin – Arztpraxen dürfen einem Medienbericht zufolge künftig selbst entscheiden, welchen Corona-Impfstoff sie für ihre Patienten geliefert bekommen. Das berichtete die „Rheinische Post“ (Freitagsausgabe) unter Berufung auf die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Dem Bericht zufolge teilte die KBV den Praxen mit, dass diese „den Covid-Impfstoff ab sofort impfstoffspezifisch“ ordern könnten.

„Sie geben auf dem Rezept an, von welchem Impfstoff sie wie viele Dosen benötigen“, erklärte die KBV der Zeitung zufolge. Die neue Regelung soll erstmals für die Woche vom 26. April bis 2. Mai gelten, der Bund werde dafür Vakzine von Biontech/Pfizer und Astrazeneca bereitstellen. Die Bestellmenge pro Arzt sei für die besagte Woche auf 18 bis 30 Biontech-Dosen und zehn bis 50 Astrazeneca-Dosen begrenzt.

Corona in Deutschland: Arztpraxen wählen Impfstoff aus

Der Apothekerverband Nordrhein begrüßte der Zeitung zufolge den Schritt. „So kann auch vermieden werden, dass Impfstoff in den Kühlschränken der Praxen liegen bleibt“, sagte Verbandschef Thomas Preis. „Wir werden aber den Ärzten raten, möglichst beide Impfstoffe zu bestellen“, fügte er hinzu.

Eine Spritze wird mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff gegen das Coronavirus aufgezogen. Künftig haben Arztpraxen Entscheidungsfreiheit über die Art des Impfstoffs.

Auch sollen Arztpraxen in Deutschland nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums wie geplant mit Corona-Impfstoff versorgt werden. „Anders als von manchem behauptet, werden die Impfstoff-Lieferungen an die Arztpraxen nicht halbiert“, erklärte ein Ministeriumssprecher am vergangenen Mittwoch (15.04.2021) in Berlin. „Vielmehr steigert sich die Impfstoffmenge stetig.“ Außerdem sei immer klar gewesen, dass nach zwei Wochen die Praxen Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller bekämen.

Corona-Impfungen in Deutschland: Alle Arztpraxen sollen versorgt werden

Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch (15.04.2021) gesagt, den Praxen würden in den kommenden Wochen viel weniger Biontech-Dosen zugewiesen als versprochen. Denn der Impfstoff gehe offensichtlich vorrangig an die Impfzentren. „Die Zuteilung für die Hausärzte wurde halbiert“, sagte Gassen. Als Ausgleich erhielten die Ärzte mehr Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs.

Nach der ersten Belieferung von Arztpraxen mit Impfstoffen war die Zahl der täglichen Impfungen am vergangenen Donnerstag auf 719.000 gestiegen. 325.000 davon entfielen dabei auf die Arztpraxen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dämpfte allerdings die Erwartungen und sagte, es könne nicht jeden Tag ein neuer Rekord erreicht werden. Am Dienstag gab es gut 530.000 Impfungen. (Marvin Ziegele mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Jochen Eckel/imago

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