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Krebs-Forschung

Krebsimpfstoff von Biontech mit „ermutigenden Ergebnissen“: Erster Patient bekommt Vakzin

  • VonJan Lucas Frenger
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Das Unternehmen Biontech hat die zweite Testphase für seinen Krebsimpfstoff BNT 111 gestartet. Die ersten Ergebnisse sind offenbar sehr „ermutigend“.

Mainz – Das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen Biontech sorgt aktuell für reichlich Aufsehen. Der Grund: der hauseigene Corona-Impfstoff Biontech/Pfizer. Dieser wird in Zusammenarbeit mit dem namensgebenden amerikanischen Unternehmen hergestellt und auch bereits breit verimpf. In vielen Augen stieg Biontech dadurch zu einer Art strahlendem Retter in der düsteren Pandemie-Zeit auf.

Doch das Unternehmen befasst sich nicht nur mit der Erforschung und Herstellung von Corona-Impfstoffen. Bereits vor Beginn der weltweiten Pandemie forschte Biontech an einem Vakzin gegen Krebs – dort könnte der Firma mit Schwerpunkt auf Biotechnologie nun der nächste große Durchbruch gelingen.

Das Mainzer Unternehmen Biontech ist bei der Suche nach einem erfolgreichen Corona-Impfstoff ganz vorne dabei.

Krebsimpfstoff von Biontech: Erster Patient bekommt Vakzin gespritzt

In einer offiziellen Mitteilung vom Freitag (18.06.2021) erklärte das Unternehmen nun, dass dem ersten Patienten mit unheilbarem Hautkrebs im Rahmen einer Phase-2-Studie bereits eine Dosis des Krebsimpfstoffkandidaten BNT 111 in Kombination mit dem Krebs-Mittel Libtayo von Regeneron und Sanofi verabreicht wurde. Mithilfe der Testphase sollen Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit des Krebsimpfstoffes in Verbindung mit dem Arzneimittel der anderen Hersteller überprüft und beobachtet werden. Laut Biontech umfasst die Studie demnach insgesamt 120 Patienten – der erste wurde jetzt in der EU behandelt.

„Unsere Vision ist es, die Stärke der körpereigenen Abwehrmechanismen gegen Krebs und Infektionskrankheiten zu nutzen. Wir konnten bereits das Potenzial von mRNA-basierten Impfstoffen im Einsatz gegen COVID-19 verdeutlichen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Krebserkrankungen ebenfalls eine große Bedrohung für die globale Gesundheit darstellen, die sogar weitaus schlimmer ist als die derzeitige Pandemie“, sagte Dr. Özlem Türeci, Mitgründerin und Chief Medical Officer bei Biontech.

Biontech kündigt weitere Krebsimpfstoffe für 2021 an

Der Krebsimpfstoffkandidat BNT 111 wird Unternehmensangaben nach intravenös verabreicht und setzt dabei auf eine feste Kombination an mRNA-kodierten nicht-mutierten Antigenen, die in bestimmten Krebsarten gehäuft vorkommen – dadurch soll eine möglichst präzise sowie starke angeborene und erlernte Immunantwort gegen die Krebszellen auslösen.

„In der frühen klinischen Untersuchung konnten wir für BNT111 bereits ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil sowie ermutigende erste Ergebnisse feststellen. Die Behandlung des ersten Patienten in unserer Phase-2-Studie ermutigt uns, unser ursprüngliches Ziel, das Potenzial von mRNA-basierten Impfstoffen für die Behandlung von Krebspatienten, weiterzuverfolgen und zu verwirklichen“, erklärte Türeci. Das Unternehmen kündigte für 2021 zudem den Beginn weiterer Phase-2-Studien für zusätzliche Krebsimpfstoffkandidaten an. (Jan Lucas Frenger)

Eine Studie hat vor Kurzem häufigere Nebenwirkung nach einer Zweitimpfung mit dem Corona-Impfstoff von Biontech bestätigt.

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold / dpa

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