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Tabakkonsum ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs – und viele andere Krankheiten. Im Rauch sind unzählige Schadstoffe enthalten.

Gesundheit

„Bewusstsein für die Schädlichkeit des Rauchens ist nicht ausreichend vorhanden“

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Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Die Frankfurter Mediziner Gernot Rohde und Shahram Ghanaati über Radioaktivität im Qualm, Risiken durch E-Zigaretten und Möglichkeiten der Therapie bei Raucherkrebs.

Auf der Liste der vermeidbaren Risikofaktoren für Krankheiten unterschiedlichster Art steht das Rauchen ganz oben. Nach Informationen der Deutschen Krebsgesellschaft starben 2013 in Deutschland 121 000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums – damit waren 13,5 Prozent aller Todesfälle durch das Rauchen bedingt. Auch wenn die Zahl der Deutschen, die regelmäßig zur Zigarette greifen, seit Jahren rückläufig ist, so rauchen doch noch immer noch knapp 30 Prozent der Bevölkerung, insgesamt rund 20 Millionen Menschen. Bei den Männern ist der Anteil höher als bei den Frauen. Zum heutigen Weltnichtrauchertag berichten die Mediziner Gernot Rohde und Shahram Ghanaati vom Universitären Centrum für Tumorerkrankungen Frankfurt im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau vom Stand der Wissenschaft und davon, was Rauchen anrichten kann.

Rauchen gilt als größter Risikofaktor für Lungenkrebs, das weiß man seit langem. Warum ist das eigentlich so, welche Inhaltsstoffe sind für diese verheerende Wirkung verantwortlich?
Gernot Rohde: Rauchen wird ja oft nur mit Nikotin in Verbindung gebracht. Nikotin sorgt für die angenehmen psychischen Effekte – ist aber nur eine von vielen schädlichen Substanzen im Rauch, die krebserregend wirken. Dazu gehören unter anderem noch Schwermetalle und etliche chemische Verbindungen. Was viele nicht wissen: Zigarettenrauch enthält auch viel Polonium. Das ist ein radioaktives Element. Viele Menschen fürchten die Strahlenbelastung beim Röntgen oder im Computertomografen. Beim Rauchen atmet man Radioaktivität ein – und zwar bei einer Schachtel am Tag eine signifikante Menge. Radioaktivität stört die Zellteilung und wirkt damit karzinogen.

Wie viele krebserregende Stoffe enthält denn eine Zigarette?
Rohde: Mehrere Hundert. Aber es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie viele davon aufgenommen werden. Denn jeder Raucher raucht anders. Manche ziehen nur ein bisschen und atmen nicht tief ein. Andere inhalieren den Rauch bis ins letzte Lungenbläschen.

Gilt die Regel: je tiefer, desto schlimmer?
Rohde: Das wissen wir nicht so genau. Sicher hängt das Ausmaß der schädlichen Wirkung auch von der individuellen Beschaffenheit eines Menschen ab. Grundsätzlich ist aber schon davon auszugehen: Je tiefer der Rauch eingeatmet wird, desto mehr gelangt in die Lungenbläschen und desto größer ist die Gefahr, dass die Substanzen in die Blutbahn geraten. Ebenfalls noch nicht vollends geklärt ist die Frage, warum einige Patienten kardiovaskuläre Erkrankungen wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen und andere bösartige Tumorerkrankungen.

Heißt das, man erleidet entweder das eine oder andere, wenn man durchs Rauchen krank wird?
Rohde: Man kann leider auch beides bekommen – und das ist gar nicht so selten. Tendenziell tritt eine kardiovaskuläre Erkrankung eher früher und Krebs eher später auf. Das kann auch Jahrzehnte nach einem Rauchstopp noch passieren.

Steigt das Krebsrisiko, je mehr Zigaretten man raucht?
Rohde: Da existiert durchaus eine Korrelation. Man muss jedoch auch wissen, dass es bei Krebs immer ein Zusammenspiel von Genen und Umwelt gibt. In manchen Familien treten Krebserkrankungen häufiger auf. Empfindlichkeiten können demnach in die Wiege gelegt worden sein. Aber jeder Mensch lebt ein individuelles Leben, mit anderen Einflüssen, die zur erblichen Disposition dazukommen. Auch die Ernährung und die Bewegung spielen eine wichtige Rolle, ebenso der Wohnort, die Luftverschmutzung bis hin zu Bürojobs, wo jemand direkt neben einem Laserdrucker sitzt. Vor allem trägt auch eine verminderte Immunabwehr zum Entstehen von Krebs bei. Auch darauf wirkt sich das Rauchen negativ aus.

Auf welche Weise schwächt das Rauchen das Immunsystem?
Rohde: Die schädigenden Einflüsse werden vom Körper ständig bekämpft. Das radioaktive Polonium etwa stört die Zellteilung. Normalerweise eliminieren die Fresszellen die fehlerhaft programmierten Zellen. Doch über die Jahre wird das Immunsystem dadurch zu stark strapaziert und geschwächt. Und so bekommt nach einem gewissen Zeitraum der Krebs eine Chance.

Sicher bekommen Sie oft das Beispiel des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt zu hören, der erst mit 96 starb, obwohl er ein extrem starker Raucher war ...
Rohde: Das Geheimnis von Helmut Schmidt ist noch nicht vollständig entschlüsselt. Fest steht aber: Er war eine absolute Ausnahme. Häufig ist es auch so, dass das Rauchen noch mit anderen ungesunden Lebensstilen wie schlechter Ernährung und wenig Bewegung vergesellschaftet ist.

Aber das Rauchen ist beim Krebs der stärkste Treiber?
Rohde: Das ist der absolute Treiber. Deshalb hat es immer positive Effekte auf die Gesundheit, damit aufzuhören.

Gernot Rohde ist Leiter des Schwerpunkts Pneumologie und Allergologie sowie Sprecher des Universitären Lungenkrebszentrums am Universitären Centrum für Tumorerkrankungen der Uniklinik Frankfurt.

Schafft es ein ehemaliger Raucher, wieder auf das Risiko eines Nichtrauchers zu kommen?

Rohde: Leider ist man als ehemaliger Raucher auf einem gewissen Niveau und kann den Abstand nicht mehr ganz aufholen. Nach zehn Jahren nähert sich das Risiko dem von Nichtrauchern zwar an, aber ein gewisser Gap bleibt bestehen.

Wie viel Prozent der Lungenkrebskranken sind oder waren denn Raucher?
Rohde: Mehr als 90 Prozent. Zwar treten auch mal Fälle von Lungenkrebs bei Nichtrauchern auf. Häufig ist es aber so, dass die Patienten trotzdem Rauch ausgesetzt waren. Vor allem in der Kindheit, wenn die Lunge sehr anfällig ist, kann Passivrauchen sich sehr schädlich auswirken. In anderen Ländern, wo noch mit Kohle geheizt wird, kann die Belastung in Innenräumen sehr problematisch sein.

Wie bewerten Sie eigentlich E-Zigaretten im Hinblick auf das Krebsrisiko?
Rohde: E-Zigaretten enthalten nachgewiesen krebserregende Stoffe, etwa die Stabilisatoren. Sie sind aber noch nicht lange genug auf dem Markt, um den krebserzeugenden Effekt klinisch sehen zu können. Deshalb wird behauptet, die karzinogene Wirkung sei nicht bewiesen. Also müssen wir noch zehn Jahre lang die Menschen E-Zigaretten rauchen lassen, um das nachzuweisen? Das ist doch zynisch! Untersuchungen an Zellkulturen belegen eindeutig, dass der Dampf toxisch auf Zellen wirkt. Die Idee, dass E-Zigaretten gesünder sind, darf man nicht unterstützen.

Früher kam Lungenkrebs einem Todesurteil gleich. Haben sich die Chancen durch die neuen Therapien gebessert?
Rohde: Wir können heute mit der Immuntherapie sehr gut eingreifen. Tumore entwickeln ja Mechanismen, sich vor dem Immunsystem zu verstecken. Die Therapie hilft, den Krebs wieder als fremdartig zu erkennen, dafür gab es 2018 den Medizinnobelpreis. Wie gut die Therapie wirkt, hängt davon ab, ob der Tumor bestimmte Eiweiße produziert. Aber man muss auch wissen, dass diese Therapie ins Immunsystem eingreift und dadurch an anderer Stelle Probleme entstehen können, etwa Autoimmunerkrankungen oder Entzündungen an Organen. Das kann manchmal dazu führen, dass man gezwungen wird zu pausieren.

Die Immuntherapie wird aber nur im fortgeschrittenen Stadium eingesetzt, oder?
Rohde: Bislang ja. Aber es laufen viele Studien, sie schon früher einzusetzen. Eine zweite neue Form der Behandlung ist die zielgerichtete Therapie. Sogenannte Tyrosinkinase-Inhibitoren setzten darauf, Wachstumsfaktoren zu blockieren. Dafür ist es nötig, Tumore auf genetischer Ebene zu untersuchen.

Wird eine solche genetische Sequenzierung von Tumoren denn heute schon standardmäßig gemacht?
Rohde: Es ist sehr aufwendig. Man muss die Technologie vorhalten, und es muss bezahlt werden. Leider wird bislang nur jeder zweite Patient getestet. Das muss sich ändern. Außerdem sollten Tumore nicht nur einmal sequenziert werden, denn es können während der Therapie Resistenzen entstehen. Das wird in noch mehr Fällen nicht gemacht. Patienten müssen an die großen medizinischen Zentren angebunden werden, damit sie vom Fortschritt profitieren können.

Befürworten Sie ein Screening für Raucher zur Früherkennung von Lungenkrebs?
Rohde: Das macht Sinn, auch aus rein volkswirtschaftlichen Überlegungen. Noch wichtiger wäre es mir allerdings, dass viel größere Anstrengungen unternommen werden müssten, die Nichtraucherprogramme richtig anzuwenden. Es ist deprimierend, dass sie so wenig genutzt werden. Das Bewusstsein für die schädliche Wirkung des Rauchens ist auch heute noch nicht ausreichend vorhanden. Deshalb ist der Weltnichtrauchertag so wichtig.

Viele Raucher wollen es auch einfach nicht hören.
Rohde: Die Haltung „Ich will mein Leben in vollen Zügen genießen und nach mir die Sintflut“ ist heute weit stärker als früher verbreitet. Aber diese Einstellung ist nicht sehr sinnvoll. Denn irgendwann kann man das Rad nicht mehr zurückdrehen oder nur mit extremem Aufwand ein bisschen zurückdrehen.

ShahramGhanaati ist Leiter des Kopf-Hals-Tumorzentrums am Universitären Centrum für Tumorerkrankungen des Uniklinikums Frankfurt.

Rauchen erhöht ja auch nicht nur das Risiko für Lungenkrebs, sondern für viele andere Erkrankungen…

Rohde: Rauchen ist ein Risikofaktor für jede Krebsart, für kardiovaskuläre Erkrankungen und auch für chronische Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD. Bei der COPD ist es wie beim Krebs. Es werden chronische Prozesse angestoßen, die erst später als Krankheit sichtbar werden. Die Patienten merken gar nicht, dass sie immer passiver werden. Wenn sie ins Krankenhaus kommen, verfügen sie oft nur noch über 50 Prozent ihrer Lungenfunktion.
Shahram Ghanaati: Beim Rauchen haben viele immer nur den Lungenkrebs auf dem Schirm. Dass man dadurch auch etliche Krebsarten im Mund- und Halsbereich bekommen kann, wissen die meisten gar nicht. Dabei sind die ganzen Strukturen dort – Lippen, Mundhöhle, Zunge, Kehlkopf – die ersten, die mit dem Rauch in Berührung kommen, noch bevor er in die Lunge geht. Dort erreicht der Rauch sogar die stärkste Intensität. So wird zum Beispiel die Schleimhaut in der Mundhöhle mit der Zeit anfällig für das Entstehen eines Plattenepithel-Karzinoms.

Was passiert mit der Schleimhaut durch das Rauchen?
Ghanaati: Durch die ständige Belastung kann es zur Umdifferenzierung einer Zelle kommen, sie verliert schrittweise ihre eigentliche Funktion und entzieht sich irgendwann der Kontrolle. Ab diesem Augenblick entsteht daraus eine Tumorzelle. Ab einem gewissen Zeitpunkt bildet sich eine kleine Wucherung, die leider oft übersehen wird. Denn die wenigsten Ärzte schauen in den Mund. Der Zahnarzt hat die Zähne im Blick, der HNO-Arzt den Hals.

Wie macht sich ein Tumor im Mund denn bemerkbar?
Ghanaati: Menschen, die sensibel für ihren Mundraum sind – oft betreiben sie auch eine gute Zahnhygiene – spüren oft kleinste Veränderungen. Anderen fällt erst etwas auf, wenn der Tumor bereits ein größeres Ausmaß erreicht hat. Wenn es häufig blutet, Zähne locker geworden sind, sich kleine Geschwüre oder Bläschen gebildet haben, man die Zunge nicht mehr richtig bewegen kann oder ein Kloßgefühl im Hals verspürt. Es sind unspezifische Symptome, die leider oft fehlgedeutet werden. In der gesamten Medizin gibt es keinen Facharzt, der es als Aufgabe ansieht, die Mundhöhle abzutasten. Aber auch die Vereinzelung in unserer Gesellschaft ist ein wichtiger Faktor. Wenn jemand in keiner Beziehung lebt, ist auch keiner da, der zum Beispiel auf dauerhaften Mundgeruch hinweist.

Welche Art von Tumoren bilden sich in diesem Bereich?
Ghanaati: Im Gegensatz zur äußeren keratinisierten Haut mit ihren Schuppen ist die Mundhöhle mit nicht-keratinisierter Schleimhaut ausgekleidet. Überall, wo Schleimhaut ist, können sich Plattenepithel-Karzinome bilden. Außerdem gibt es in der Mundhöhle unzählige kleine Drüsen, wo Drüsenkarzinome entstehen können. Auch Lymphome sind möglich – theoretisch jede Art von Krebszellen.

Was kann ich selbst tun, um einen Krebs in diesem Bereich frühzeitig zu erkennen?
Ghanaati: Die beste Vorsorge ist es, sich vom Partner in den Mund schauen zu lassen. Da würde man sehen, ob etwas nicht stimmt. Aber man kann auch selbst mit dem Finger einmal über den Raum in der Mundhöhle streichen. Ich würde jedem Menschen raten, das regelmäßig zu tun. Das würde viele Leben retten und viel Leid ersparen. Stellen Sie sich einmal vor: Wenn jemand einen drei bis vier Zentimeter großen Tumor hat, muss ich, wenn ich ihn operiere, um den Krebs herum noch eineinhalb Zentimeter Gewebe als Sicherheitsabstand wegnehmen. Danach hat der Patient ein tennisballgroßes Loch im Gesicht. Das muss anschließend rekonstruiert werden. Aber es bleibt ein erheblicher Funktionsverlust – und die Patienten sind sichtbar, im negativen Sinne. Jeder kann sehen, dass etwas nicht stimmt. Eine Frau, die Brustkrebs überstanden hat, oder jemand mit Darmkrebs oder irgendeinem anderen Krebs ist nach außen nicht als krank zu erkennen. Wenn das Gesicht betroffen ist, bemerkt das jeder. Es ist unser erstes und wichtigstes Außensignal.

Gibt es denn überhaupt keine ärztliche Früherkennung?
Ghanaati: Diese Krebsarten fallen durch das Netz der Früherkennung. Jeder muss sich selbst darum kümmern. Grundsätzlich sollte man bei jeder Schleimhautveränderung, die nach 14 Tagen nicht verschwindet, einen Arzt in die Mundhöhle schauen lassen.

An welchen Facharzt kann man sich dabei wenden?
Ghanaati: Am besten an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder einen Kieferchirurgen. Aber man kann auch den Hausarzt oder den Zahnarzt in die Mundhöhle schauen lassen.

Wäre es nicht wichtig, auch Ärzte dafür zu sensibilisieren, routinemäßig die Mundhöhle zu untersuchen?
Ghanaati: Das machen wir hier im Universitären Centrum für Tumorerkrankungen am Universitätsklinikum Frankfurt auch. Aber es ist ein Dilemma, dass diese Krebsarten überhaupt nicht prominent in der Wahrnehmung sind, obwohl sie keineswegs selten sind. Und es wäre so wichtig. Wir können nicht unbegrenzt im Gesicht herumoperieren. Je kleiner der Tumor ist, desto weniger verheerend sind die Folgen, desto besser sind die optischen Ergebnisse und der Erhalt der Funktionalität beim Sprechen oder Schlucken. Wir haben neue Haut- und Knochenersatzmaterialien entwickelt, die wir transplantieren und mit denen wir zumindest eine gewisse Normalität wiederherstellen können. Unbehandelt führen diese Tumore allerdings fast immer zu einem langen, elenden Sterben.

Werden diese Tumoren in der Mehrzahl der Fälle zu spät gefunden?
Ghanaati: Ja, in der Regel schon. Allerdings kommen auch früh entdeckte Tumore leider häufig wieder. Daher ist die engmaschige Nachsorge an einem Kopf-Hals-Tumorzentrum sehr wichtig.

Ist auch für Krebs in der Mundhöhle das Rauchen der Hauptrisikofaktor?
Ghanaati: Das Rauchen wirkt sich sehr schädlich aus, auch eine ungesunde Ernährung und zu viel Alkohol können mitspielen, ebenso eine genetische Disposition. Aber es gibt noch einen weiteren wichtigen Faktor, und das ist häufiger Partnerwechsel.

Wieso das?
Ghanaati: Wer mit vielen Schleimhäuten in Berührung kommt, läuft Gefahr, mit Erregern wie Humanen Papillomviren in Kontakt zu kommen. Das sind die gleichen Viren, die auch Gebärmutterhalskrebs auslösen können.

Werden auch bei Tumoren in der Mundhöhle bereits die neuen Therapien eingesetzt?
Ghanaati: Bislang spielen sie noch keine große Rolle. Der Goldstandard bei diesen Tumoren ist die Operation, eventuell kombiniert mit einer Radiochemotherapie, oder eine alleinige Radiochemotherapie. Die Chemotherapie alleine wird nur als Palliativmaßnahme eingesetzt.

Interview: Pamela Dörhöfer

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