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In einem Impfzentrum wird ein Impfstoff aufgezogen: Das Paul-Ehrlich-Institut hofft auf gute Ergebnisse seiner Forschungen.
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In einem Impfzentrum wird ein Impfstoff aufgezogen: Das Paul-Ehrlich-Institut hofft auf gute Ergebnisse seiner Forschungen.

Andere Technologie

Corona-Impfstoff: Paul-Ehrlich-Institut geht neue Wege

  • Pamela Dörhöfer
    vonPamela Dörhöfer
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Die Bundesbehörde entwickelt einen Impfstoff, der ganz anders funktioniert als die bisherigen. In Tierversuchen soll es bereits gute Ergebnisse zeigen.

Langen - Bekannt ist das Paul-Ehrlich-Institut vor allem in Zusammenhang mit der Zulassung von Impfstoffen. Nun entwickelt ein Forschungsteam dieser Bundesbehörde zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Wien selbst einen Impfstoff gegen Covid-19. Er unterscheidet sich in seiner Technologie wesentlich von den bislang in der EU zugelassenen Vakzinen. Es handelt sich um einen neuartigen Vektorimpfstoff, der anders funktioniert als die bereits eingesetzten von Astrazeneca, Johnson & Johnson oder Sputnik V.

Seine Basis ist ein Vesikuläres Stomatitisvirus (VSV), das im unbehandelten Wildzustand eine Bläschenentzündung im Maul bestimmter Säugetiere hervorrufen kann. Das eigentliche Antigen, das bei den Geimpften eine Immunantwort hervorrufen soll, besteht nicht aus dem kompletten Spike-Protein, sondern nur aus einem Teil davon. Auch wird es dem Körper bereits fertig „geliefert“, er muss es nicht wie bei den zugelassenen genbasierten Vakzinen selbst produzieren. Der neuartige Impfstoff wurde bisher im Labor an Mäusen getestet, die Ergebnisse sind im Fachmagazin „Plos Pathogens“ erschienen.

Corona: Ein neuartiger Vektorimpfstoff mit einem Stückchen Spike-Protein

Bisher führen sämtliche in Deutschland verfügbaren Impfstoffe dem Körper Erbformationen des Coronavirus zu. Nach dieser Anleitung sollen einige Zellen dann das Spike-Protein als Antigen produzieren, gegen das vom Immunsystem Abwehrstoffe gebildet werden. Das gilt für die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna ebenso wie für die Vektorimpfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson.

Das Forschungsteam unter der Leitung von Christian Pfaller vom Paul-Ehrlich-Institut nutzt für seinen Impfstoff ein nicht mehr vermehrungsfähiges Vesikuläres Stomatitisvirus, das keine Erkrankung auslösen kann, und setzt diesem ein im Labor hergestelltes Mini-Spike ein. Dieses besteht aus der sogenannten Rezeptorbindungsdomäne des Spike-Proteins, mit der das stachelige Vireneiweiß sich an menschliche Zellen heftet.

Corona-Impfstoff: Bei Mäusen hat schon eine einzige Dosis gut gewirkt

Bei Mäusen soll bereits eine Einzeldosis des Impfstoffs „hohe Titer von Sars-CoV-2 neutralisierenden Antikörpern“ stimuliert haben, teilt das Paul-Ehrlich-Institut mit. Es soll die Tiere mit „sehr hoher Effizienz vor einer symptomatischen Infektion“ geschützt haben, sie entwickelten bei Kontakt mit den Coronaviren also keine Erkrankung. Eine zweite Impfung hätte die Aktivität der Virusneutralisation noch weiter verstärkt. (Pamela Dörhöfer)

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