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Mega-Komet 2014 UN271

Riesiger Komet zufällig entdeckt: Er steuert direkt auf die Erde zu

  • Christian Einfeldt
    VonChristian Einfeldt
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Komet 2014 UN271 mit einem Durchmesser von unglaublichen 150 Kilometer fliegt Richtung Erde. Seine Entdeckung ist einem Zufall geschuldet.

Philadelphia – Dass die amerikanischen Wissenschaftler Pedro Bernardinelli und Gary Bernstein eine unglaubliche Entdeckung machten, ist im Grunde genommen einem Zufall zu verdanken. Statt Objekten, deren Umlaufbahnen sich jenseits des Neptun-Orbits erstrecken, fanden sie einen „Mega-Kometen“. Zwischen 2014 und 2018 wurde der Komet im Rahmen des Projekts „Dark Energy Survex“ erstmalig entdeckt. Seitdem hält dieser erstaunliche Himmelskörper die Weltraumforschung in Atem. In den nächsten zehn Jahren könnte der Komet der Erde erstaunlich nahekommen. Droht Gefahr?

University of Pennsylvania:Privatuniversität in Philadelphia, Pennsylvania
Aufnahmequote:7,7% (2020)
Studiengebühren:57.770 USD (2019 – 20)
Studentenzahl:24.806 (Stand: 2014)

Komet rast direkt auf die Erde zu: 2014 UN271 hat 150 Kilometer Durchmesser

Als Bernadinelli und Bernstein im Juni 2021 die unglaubliche Entdeckung des „Mega-Kometen“ machten, war ihre Faszination riesengroß. Der Himmelskörper namens 2014 UN271 sucht mit einem Durchmesser von bis zu 150 Kilometer seinesgleichen – und stellt ein wahres Mysterium im All dar. Dass der „Mega-Komet“ unter Wissenschaftlern, die wegen einer Asteroid-Simulation in großer Sorge sind, absolute Priorität genießt, kommt nicht von ungefähr.

Forscher haben zufällig einen Kometen entdeckt. (Symbolfoto)

Wie die im Fachmagazin „New Scientists“ veröffentlichten Forschungsergebnisse nahelegen, könnte es sich bei dem entdeckten Kometen, um das größte Objekt handeln, das jemals unserem Sonnensystem begegnet ist. Es ist nicht das erste Mal, dass der „Mega-Komet“ das Sonnensystem heimsucht. Zufolge der Forscher der Universität Pennsylvania richtete der Himmelskörper bereits vor rund 3,5 Millionen Jahren seine Umlaufbahn auf das Sonnensystem. Nun nähert er sich der Erde erneut – und kommt ihr näher als je zuvor.

„Mega-Komet“ überrascht die Forscher: 2014 UN271 tausendmal größer als ein üblicher Komet

In knapp zehn Jahren wird der Komet der Erde und Sonne am nächsten sein. Dass der Himmelskörper dabei rund doppelt so nah kommt, wie bei seinem ersten Nahflug an der Erde vorbei, belegt einmal mehr, dass Bernardinelli und Bernstein einem historischen Phänomen auf der Schliche sind. Bei ihren Erforschungen ließ der Komet die 800 weiteren Himmelskörper im Weltraum verblassen. Zufolge neuester Berechnungen soll sein Durchmesser rund 150 Kilometer betragen. Eine unfassbare Größe, die im Vergleich andere Kometen winzig erscheinen lässt. Schließlich ist der Himmelskörper 2014 UN271 tausendmal größer als ein typischer Komet.

Wenn der „Mega-Komet“ im Januar 2031 der Erde am dichtesten ist, braucht es nicht viel für Hobby-Astronomen, um das astronomische Spektakel miterleben zu können. Wie bei dem Asteroid, der sich mit einer Geschwindigkeit von 94.000 km/h der Erde nähert*, genügt ein kleines Teleskop, damit auch der Komet 2014 UN271 für Amateure erkennbar ist. Bleibt zu hoffen, dass wie zuletzt beim beeindruckenden Sternschnuppenregen, der sich im August 2021 ereignet hatte*, der Nachthimmel auch im Januar 2031 wolkenfrei bleibt.

Im Januar 2031 kommt der „Mega Komet“ der Erde näher als jemals zuvor. (Symbolbild)

„Mega-Komet“ kommt Erde im Januar 2031 so nah wie nie zuvor – droht Gefahr?

Egal, ob unter Hobby-Astronomen oder Wissenschaftlern: Eine Frage bleibt bestehen: Wie gefährlich ist ein Eintreffen des „Mega-Kometen“ in das Sonnensystem für die Erde? Während die Gefahr eines potenziellen Einschlags des Asteroiden Apophis zufolge neuester Berechnung gebannt* sei, ist sich die Forschung bei Komet 2014 UN271 unsicher: „Es ist in der Regel ein aussichtsloses Unterfangen, über das künftige Verhalten von Kometen zu spekulieren“, heißt es aus den Kreisen der Forscher. Denn wie auch Asteroid Apophis ändern sie häufig die Flugbahn. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Alan Dyer/dpa

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