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Super-Saturn und 100 Sternschnuppen: Dieses Schauspiel zeigt uns der Nachthimmel im August

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Von: Nadja Austel

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Saturn, aufgenommen vom Hubble Space Teleskop. (Symbolbild)
Der Saturn ist im Sternschnuppenmonat August besonders gut zu sehen. (Symbolbild) © Imago/Nasa

Der Saturn kommt der Erde im August besonders nahe – und natürlich hält der Sternschnuppenmonat auch sein Himmelsschauspiel bereit.

Frankfurt – Im August ist die Sichel des zunehmenden Mondes schon in der Abenddämmerung gut sichtbar. Sie wird nun immer voller, bis sich der Mond schließlich am 5. August zur Hälfte beleuchtet zeigt. Der Vollmond tritt dann am 12. August um 3.36 Uhr ein. Knapp zwei Tage vorher kommt der Mond der Erde wieder sehr nah und wirkt dadurch sehr groß. 359.828 Kilometer trennen ihn dann von unserem Planeten.

Ein wenig nördlich des Vollmonds strahlt im August der Saturn, der am 14. August der Sonne genau gegenüber steht. Wie auch der Vollmond ist Saturn die ganze Nacht über zu sehen. Beide Gestirne gehen im Osten auf, wenn im Westen die Sonne unter dem Horizont versinkt. Sie erreichen um Mitternacht ihre höchste Position im Süden.

August-Himmel: Saturn kommt uns nah und zeigt seine Ringe

Jetzt ist es besonders günstig, den Ringplaneten Saturn zu beobachten, denn er ist „nur“ 1325 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Dies entspricht fast dem Neunfachen der Distanz von der Erde zur Sonne. Saturn ist der zweitgrößte Planet in unserem Sonnensystem. Knapp dreißig Jahre ist der Ringplanet unterwegs, um einmal die Sonne zu umrunden. Doch durch seine schnelle Rotation ist der Saturn an den Polen stark abgeplattet. Ein Saturntag dauert nur zehneinhalb Stunden.

Das prächtige Ringsystem des Saturns ist mit bloßen Augen nicht zu sehen. Wer noch nie den Saturnring mit eigenen Augen gesehen hat, für den ist jetzt die Gelegenheit günstig, ihn zu beobachten. Man benötigt dazu ein Fernrohr mit mindestens dreißigfacher Vergrößerung. Ein Besuch auf einer Sternwarte lohnt sich, um sich das Ringsystem anzuschauen.

Es besteht aus Milliarden von Eisbrocken von Staubkörnchengröße bis hausgroßen Blöcken, die um die Saturnkugel kreisen. Teilweise regnen die Eisteilchen auf die Oberfläche des Planeten herab. Saturn ist der sonnenfernste Planet, der noch mit bloßen Augen zu sehen ist. Titan, der größte Mond des Saturns, ist mit einem Fernglas zu erkennen.

Sternschnuppen en masse: Im August sorgen Meteore für Spektakel

Der August ist außerdem als reicher Sternschnuppenmonat bekannt. Das verdankt er dem Meteorstrom der Perseïden, dessen maximale Tätigkeit vom 9. bis 13. August zu erwarten ist. Helle Meteore, sogenannte Boliden, sind keine Seltenheit. Der Höhepunkt der Sternschnuppenaktivität ist für die Nacht vom 12. auf den 13. August vorausgesagt, wobei mit bis zu hundert Sternschnuppen zu rechnen ist. 

Die beste Beobachtungszeit sind die Stunden von 23 bis 4 Uhr morgens. Die Meteore des Perseïdenstromes sind sehr schnelle Objekte. Sie dringen mit rund 60 Kilometer pro Sekunde, also 216.000 Kilometer pro Stunde, in die Erdatmosphäre ein. Ursprung der Perseïden ist eine Wolke von Trümmerteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle, auf die die Erde jedes Jahr auf ihrer Reise um die Sonne begegnet.

Die Sternbilder Adler, Lyra und Schwan sind zu sehen. Die Sterne Vega, Deneb und Altair sind durch Linien zum Sommerdreieck verbunden worden. (Symboldbild)
Im August ist auch das Sommerdreieck gut zu erkennen. (Symboldbild) © imago stock&people

Saturn, Sternschnuppen und das Sommerdreieck – Der August hat viel zu bieten

Auch das Sommerdreieck ist im August um circa 22 Uhr gut zu sehen. Es handelt sich um eine markante Sternenkonstellation in nördlicher Blickrichtung, die vor allem in den Sommernächten der Nordhalbkugel gut beobachtet werden kann. Auch bei eingeschränkten Sichtbedingungen durch die Atmosphäre oder durch Lichtverschmutzung ist es oft noch gut zu erkennen. 

Das Sommerdreieck besteht aus drei Fixsternen, die jeweils unterschiedlichen Sternbildern zugeordnet sind. Im Uhrzeigersinn sind das der Stern Deneb im Sternbild Schwan (Cygnus), Stern Vega im Sternbild Leier (Lyra) und Altair im Bild Adler (Aquila). Im Sternbild Schwan ist außerdem das Nordkreuz als markante Konstellation des nördlichen Firmaments zu sehen. (na/dpa)

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