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Corona-Pandemie

Astrazeneca: Impfkommission empfiehlt Vakzin auch für Menschen ab 65

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  • Friederike Meier
    Friederike Meier
  • Delia Friess
    Delia Friess
  • Tobias Utz
    Tobias Utz

Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff nun auch für über 65-Jährige, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen.

  • Über den Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird intensiv diskutiert. In dieser Woche könnte der Impfstau mit den Dosen noch länger werden.
  • Astrazeneca gegen das Coronavirus: Die ständige Impfkommission in Deutschland hat ihre Empfehlung zum Vakzin überarbeitet.
  • Corona-News: Aktuelles rund um Sars-CoV-2 im Überblick.

Update vom Donnerstag, 04.03.2021, 13.15 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) des RobertKoch-Instituts empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff jetzt auch für Menschen ab 65 Jahren. „Das ist eine gute Nachricht für alle Älteren, die auf eine Impfung warten. Sie können schneller geimpft werden“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin.

Die neuen Studiendaten belegen Spahn zufolge zudem, dass der Astrazeneca-Impfstoff wirksamer sei, wenn der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung zwölf Wochen betrage. Dies empfehle die Stiko ausdrücklich, sagte Spahn und kündigte an, beide Empfehlungen schnell in der Impfverordnung umzusetzen.

Bisher hatte die Stiko den Astrazeneca-Impfstoff nur für Menschen unter 65 Jahren empfohlen, weil über die Wirksamkeit bei Älteren nicht genügend Daten vorlagen. In der Gruppe der Hochaltrigen mit der höchsten Dringlichkeit für eine Impfung konnten daher in Deutschland nur die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna verwendet werden.

Nun darf Astrazeneca auch an ältere Menschen verimpft werden.

Astrazeneca: Impfstau droht zu wachsen – „Impfen, was das Zeug hält“

Update vom Mittwoch, den 03.03.2021, 9.22 Uhr: In den Bundesländern wächst nach dem zögerlichen Start die Hoffnung auf einen schnellen Abbau des Astrazeneca-Impfstaus. Mehrere Länder rechnen mit einem deutlichen Hochfahren der Impfungen mit dem britisch-schwedischen Vakzin, wie eine Abfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

In Nordrhein-Westfalen etwa sollen ab Montag (01.03.2021) rund 750 000 Kita-Erzieher, Tageseltern, Grundschullehrer und Streifenpolizisten ein Impfangebot erhalten. „Wir wollen halt einfach impfen was das Zeug hält“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Auch Hessen oder Baden-Württemberg wollen bald deutlich mehr Menschen mit Astrazeneca impfen.

Insgesamt fast 3,2 Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs sollen bis Donnerstag (04.03.2021) an die Länder geliefert sein, wie aus Angaben des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Bis einschließlich Montag sind nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) jedoch lediglich 514 000 Dosen verabreicht worden. Bleibt es bei dem Impftempo, könnten bis Ende der Woche über zwei Millionen Dosen auf Halde liegen.

Grundschullehrer warten vor dem Impfzentrum auf ihre Corona-Impfung. In Krefeld können sich Pädagogen unter 65 Jahren impfen lassen, da zusätzliche 1.200 AstraZeneca Impfungen zu Verfügung stehen.

Astrazeneca-Impfstoff: Impfstau bleibt bestehen – Regierung hält dennoch an Plan fest

Update vom Montag, den 01.03.2021, 16.31 Uhr: Die Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca könnten sich bald weiter in den Impfzentren anstauen. Bis sollen Donnerstag knapp 1,1 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca geliefert werden, insgesamt erhöht sich die Liefermenge damit auf fast 3,2 Millionen, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Bis einschließlich Sonntag haben nach Zahlen des Robert Koch-Instituts aber nur rund 455 000 Menschen eine Impfung mit Astrazeneca erhalten. Davon sind rund 91 000 Menschen am Samstag und Sonntag geimpft worden.

Dennoch will die Bundesregierung den Impfstoff von Astrazeneca nicht für Impfungen jenseits der festgelegten Vorranggruppen freigeben. Eine grundsätzliche Freigabe verfolge die Bundesregierung zu diesem Zeitpunkt nicht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuletzt eine weniger starre Priorisierung für Astrazeneca ins Gespräch gebracht, um den Rückstand möglichst schnell abzubauen.

Impfzentrum in den Hamburger Messehallen

Astrazeneca-Impfstoff: Immunologe will, dass sich Kanzlerin Merkel im TV impfen lässt

Update vom Sonntag, den 28.02.2021, 15.20 Uhr: Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, hat in einem Interview mit der „BBC“ den Vorschlag geäußert, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) live im TV mit dem Astrazeneca-Impfstoff impfen lassen könnte.

Der Astrazeneca-Impfstoff kam laut zahlreichen Fachleuten zu Unrecht in den Verruf. Deshalb sei ein PR-Schaden entstanden, betonte Watzl. Die 66-jährige Angela Merkel hatte gegenüber der „FAZ“ mit Verweis auf ihr Alter eine Astrazeneca-Impfung abgelehnt. Die Ständige Impfkommission hatte den Astrazeneca-Impfstoff nur für unter 65-Jährige empfohlen. Watzl jedoch rechnet damit, dass die Aktualisierung der STIKO-Empfehlung für den Corona-Impfstoff bald auch für Ältere gelte.

Astrazeneca-Impfstoff: Immunologe fordert Merkel-Impfung im Live-TV

Die „Deutsche Gesellschaft für Immunologie“ werde eine entsprechende Stellungnahme in Kürze veröffentlichen, kündigte der Immunologe Watzl zudem an. „Wenn Angela Merkel zu diesem Zeitpunkt ins Live-Fernsehen gehen würde und mit dem Impfstoff geimpft würde, wäre das natürlich großartig“, so Watzl.

Astrazeneca-Impfstoff – Fachleute wollen Corona-Empfehlung ändern

Erstmeldung vom Samstag, den 27.02.2021, 15.30 Uhr: Frankfurt/Berlin – Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland will ihre Empfehlung zum Corona-Impfstoff von Astrazeneca ändern. Stiko-Chef Thomas Mertens kündigte an, dass es „sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen“ werde. Das sagte er am Freitagabend (26.02.2021) im „heute journal“ des ZDF.

Corona-Impfstoff von Astrazeneca

Diese besagt bislang, dass der Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers nur für Menschen im Alter unter 65 Jahren empfohlen wird. Das soll sich nun ändern. Hintergrund sind offenbar die Akzeptanzprobleme des Impfstoffs in der Bevölkerung. „Das Ganze ist irgendwie schlecht gelaufen“, erklärt Mertens – und betont: „Wir haben nie den Impfstoff kritisiert. Wir haben nur kritisiert, dass die Datenlage für die Altersgruppe über 65 nicht gut oder nicht ausreichend war.“ Es handle sich um einen „sehr guten“ Corona-Impfstoff, so der 70-Jährige im Interview. Neue Daten sollen nun die Stiko-Empfehlung verbessern.

Astrazeneca – Corona-Impfstoff auf dem Prüfstand

Die bisherige Astrazeneca-Empfehlung der Stiko steht im Kontrast zur Einschätzung der EU-Arzneimittelbehörde EMA. Die Agentur empfahl die Zulassung des Impfstoffes Ende Januar 2021 ohne Altersobergrenze, trotz mangelnder Daten, was ein Problem für die Stiko darstellte. Jedoch begründete die EMA diese Empfehlung damit, dass es in den übrigen Altersgruppen gute Testresultate gegeben habe.

Kürzlich wurde bekannt, dass der Astrazeneca-Impfstoff mehr Nebenwirkungen aufweist, als zunächst gedacht. (tu/AFP/dpa)

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/SVEN SIMON imago images

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