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Corona-Vakzin

Nach Astrazeneca-Impfung: Mann stellt Anzeige wegen Körperverletzung

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In Niedersachsen hat ein 52-Jähriger Anzeige bei der Polizei erstattet, nachdem er mit Astrazeneca geimpft wurde – die Hintergründe.

Update vom 11.04.2021, 11.15 Uhr: In Niedersachsen hat ein Mann Anzeige wegen Körperverletzung erstattet, nachdem er mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca geimpft wurde. Die Impfung sei gegen seinen Willen geschehen, sagte er der „Aller Zeitung“. Er habe erwartet den Impfstoff von Biontech/Pfizer zu erhalten.

Astrazeneca: Mann sollte eigentlich Corona-Impfstoff von Biontech erhalten

Dem Bericht zufolge handelte es sich bei dem Betroffenen um einen Risikopatienten, der gesundheitlich eingeschränkt sei, unter anderem durch die Lungenkrankheit COPD. „Ich gehe so gut wie gar nicht aus dem Haus, weil ich Angst habe, mich anzustecken – das wäre tödlich“, betonte er. Im Impfzentrum Gifhorn habe er für den 31.03. einen Corona-Impftermin erhalten und ihm sei versichert worden, dass er das Biontech/Pfizer-Vakzin injiziert bekomme. Im Impfzentrum sei der 52-Jährige allerdings an die Astrazeneca-Impfungen verwiesen worden, berichtet er der „Aller Zeitung“.

Die Corona-Impfungen mit Astrazeneca werden für Menschen im Alter unter 60 Jahren nicht empfohlen. (Symbolfoto)

Vor Ort habe er darauf verwiesen, dass Astrazeneca für unter 60-Jährige nicht empfohlen werde. Ein Mediziner habe ihm versichert, Biontech zu bekommen – bis sich der leitende Arzt des Impfzentrums eingeschaltete haben soll, so die Erzählung des 52-Jährigen. „Wenn ich auf Biontech bestehe, dann gebe es zumindest an diesem Tag keine Impfung und ich müsste dann wieder lange auf einen Termin warten“, soll der leitende Arzt entgegnet haben. Anschließend habe er sich aus Sorge um seine Gesundheit den Astrazeneca-Impfstoff injizieren lassen. Dennoch erstattete er später bei der Polizei Anzeige. „Das lasse ich mir so nicht bieten“, wütete der Betroffene.

Astrazeneca: Soldatinnen und Soldaten unter 60 dürfen nicht geimpft werden

Update vom 10.04.2012, 15.30 Uhr: Die Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff soll für Soldat:innen der Bundeswehr unter 60 Jahren untersagt sein, wie „Business Insider“ berichtet. Demnach soll das Bundesverteidigungsministerium die Anweisung des Impfstopps von unter 60-jährigen Soldaten mit Astrazenca gegeben haben. „Business Insider“ gegenüber bestätigte das Bundesverteidigungsministerium die Information. Als Grund wurde eine „unsichere Rechtslage“ genannt.

Der Vorsitzende der deutschen Ständigen Impfkommission (Stiko) hat der Wahrnehmung widersprochen, es gebe Meinungsverschiedenheiten unter Fachleuten, was die Gefahren des Impfstoffs von Astrazeneca anbelangt.

Astrazeneca-Impfung: Soldaten unter 60 Jahren dürfen nicht geimpft werden

Die „Stiko“ sprach nur eine Empfehlung für über 60-Jährige aus. Eigenverantwortlich können sich aber auch unter 60-Jährige mit Astrazeneca impfen lassen. „Business Insider“ hakte auch bei der Bundespolizei nach, ob es eine ähnliche Anweisung gibt. „Bei der Bundespolizei werden gegenwärtig nur Beschäftigte, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca geimpft“, hieß es in der offiziellen Antwort der Bundespolizei. Aus Polizeikreisen in verschiedenen Bundesländern hieße es jedoch, dass es keine Empfehlung oder Verbote gebe und sich die Beamt:innen ihre Impfungen sogar selbst organisieren würden.

Update vom Samstag, 10.04.2021, 13.30 Uhr: Das Entwicklerteam des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca geht an die Börse. Konkret geht es um das Biotech-Start-Up „Vaccitech“, das hinter dem von Astrazeneca und der Universität Oxford entwickelten Vakzin steht. Ziel sei es mit der neu erforschten Technologie Medikamente für weitere Krankheiten, wie Hepatits B oder Prostatakrebs, zu entwickeln. An der Börse wolle man das Geld sammeln, womit die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden sollen, teilte das Start-Up mit.

Astrazeneca-Impfstoff: Entwickler wollen an die Börse – und Millionen US-Dollar einsammeln

„Vaccitech“ strebt eine Bewertung von 700 Millionen US-Dollar an der Börse von New York an. Vor Beginn der Corona-Pandemie wurde das Start-Up auf rund 86 Millionen Dollar an Wert geschätzt. Die Hoffnung der beiden hauptverantwortlichen Entwickler der Technologie, welche Grundlage des Astrazeneca-Vakzins ist, liegt auf ausländischen Investoren.

Diverse Fachleute haben sich bereits mit Empfehlungen zum Corona-Impfstoff von Astrazeneca geäußert, unter anderem die EMA und die WHO. (Archivfoto)

Astrazeneca-Impfung: Nach Thrombosen – PEI veröffentlicht Zahl der Verdachtsfälle

Update vom Freitag, 09.04.2021, 20.15 Uhr: Nach Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca wurden in Deutschland bis zum 2. April bislang 42 Verdachtsfälle einer Sinunsvenenthrombose gemeldet, berichtet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). In 23 Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie, ein Mangel an Blutplättchen, gemeldet worden. Unter den 42 Fällen seien 35 Fälle von Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren – allerdings seien Frauen auch häufiger mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft worden. Die Männer seien 24 bis 58 Jahre alt gewesen.

Acht der 42 Betroffenen (5 Frauen, 3 Männer) starben, so das PEI. Für Frauen zwischen 20 und 59 Jahren seien deutlich mehr Fälle beobachtet worden als erwartbar gewesen sei. Auch nach Impfungen mit dem Biontech-Impfstoff wurden den Angaben zufolge sieben Sinusvenenthrombosen gemeldet (3 Frauen von 34-81 und 4 Männer von 81-86). Die Zahl der gemeldeten Fälle sei jedoch unter Berücksichtigung der verimpften Dosen im Vergleich zur gewöhnlich erwarteten Zahl dieser Thrombosen nicht erhöht.

Astrazeneca-Impfstoff: Virologe Hendrik Streeck wundert sich über Stiko-Einschätzung

+++ 16.30 Uhr: Virologe Hendrik Streeck ist überrascht von der Einschätzung der Stiko. Diese besagt, jüngeren Personen in Deutschland nach der ersten Astrazeneca-Impfung eine zweite mit mRNA-Wirkstoffen wie Biontech/Pfizer oder Moderna anzubieten (siehe Update von 13.30 Uhr).

„Da sind die klinischen Studien noch nicht gelaufen. Ich hielte es für notwendig, sich an die Regeln zu halten und abzuwarten, ob die Studien erfolgreich sind“, so Streeck im Interview.* Es sei jedoch nachvollziehbar, Menschen unter 60 Jahren mit dem Corona-Vakzin nicht mehr zu impfen, sagte der Virologe der „Fuldaer Zeitung“.

Sieht Licht am Ende des Tunnels: Der Virologe Hendrik Streeck malt in der Corona-Krise nicht so schwarz wie viele seiner Kollegen. (Archivfoto)

Astrazeneca-Impfstoff: Stiko äußert sich

Update vom Donnerstag, 08.04.2021, 13.30 Uhr: Der Vorsitzende der deutschen Ständigen Impfkommission (Stiko) hat der Wahrnehmung widersprochen, es gebe Meinungsverschiedenheiten unter Fachleuten, was die Gefahren des Impfstoffs von Astrazeneca anbelangt. Es gebe keinen Widerspruch zwischen den Einschätzungen der EU-Arzneimittelbehörde EMA, dem Paul-Ehrlich-Institut und der Stiko, sagte der Virologe Thomas Mertens am Donnerstag (08.04.2021) im „RBB“-Inforadio. Dass der Astrazeneca-Impfstoff in seltenen Fällen zu schweren und auch lebensgefährlichen Nebenwirkungen (bestimmten Arten von Blutgerinnseln) führen könne, bestreite niemand, so Mertens.

Mertens betonte vielmehr die unterschiedlichen Aufgaben und Blickwinkel der Institutionen: Die EMA sei für die grundsätzliche Zulassung zuständig, machte er deutlich. Bei der Stiko gehe es vielmehr darum, den Impfstoffeinsatz zum besten Nutzen der Bevölkerung in Deutschland zu regeln.

Wenn man ganz Europa betrachte, habe die EMA mit ihrer positiven Bewertung der Impfung sicher recht, betonte Mertens: „Denn es gibt viele Länder in Europa, die auch in ihrer Impfkampagne fast völlig von Astrazeneca abhängen.“ In Deutschland sei das anders, auch andere Präparate stünden zur Verfügung: „Wir haben die Möglichkeit, Impfstoffe in den Altersgruppen zu verschieben und dadurch das Risiko einer schweren Nebenwirkung zu reduzieren oder ganz auszuschließen.“

Astrazeneca: Blutgerinnsel nach Corona-Impfungen – Experten widersprechen sich

+++ 22.17 Uhr: Auch das oberste Gesundheitsinstitut in Italien (CTS) hat inzwischen darüber entschieden, wie weiter mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca verfahren wird. Demnach wurden die entsprechenden Richtlinien in Italien geändert und eine Empfehlung des Präparates des britisch-schwedischen Pharmakonzerns für Menschen über 60 Jahren ausgesprochen. Das teilte der CTS-Präsident, Franco Locatelli, am Mittwochabend in Rom mit. Betont wurde dabei allerdings, dass das Mittel in Italien weiter als sehr gutes Mittel eingestuft wird.

Aufgrund von seltenem Auftreten von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit dem Impfstoff von Astrazeneca habe sich Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza jedoch für die „bevorzugte Verwendung“ bei über 60-Jährigen entschieden. Das teilte die Deutsche Presse-Agentur am Abend mit.

Corona-Impfstoff von Astrazeneca: EMA, WHO und Briten äußern sich – Wirrwarr geht weiter

+++ 19.52 Uhr: Wegen dutzender Thrombosefälle nach Astrazeneca-Impfungen hat der gemeinsame Impfausschuss in Großbritannien empfohlen, unter 30-Jährigen möglichst ein anderes Corona-Vakzin zu verabreichen – trotz der positiven Einschätzung der Arzneimittel-Agentur EMA.

Kurz nach der EMA äußerte sich auch die britische Medikamentenaufsicht MHRA auf einer Pressekonferenz zu einer möglichen Verbindung zwischen dem Corona-Impfstoff und dem Auftreten von gefährlichen Blutgerinnseln. Demnach wurden bei landesweit mehr als 20 Millionen Astrazeneca-Impfungen 79 Fälle von gefährlichen Blutgerinnseln verzeichnet. 19 Patient:innen seien gestorben, teilte die MHRA mit.

Aufgrund der Thrombosefälle sollte das Vakzin nach Einschätzung von Wissenschaftler:innen möglichst nur über 30-Jährigen gespritzt werden. Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren solle nach Möglichkeit ein anderer Corona-Impfstoff angeboten werden, erklärte der Impfausschuss JCVI. Das Gremium betonte aber, dass es keinen generellen Stopp der Astrazeneca-Impfungen für bestimmte Altersgruppen empfehle.

Astrazenca-Wirrwarr: WHO empfiehlt Corona-Impfstoff weiter

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sprach sich dagegen für die uneingeschränkte weitere Verwendung des Impfstoffs von Astrazeneca aus. Nach aktueller Datengrundlage scheine ein Zusammenhang mit Thrombosen zwar plausibel, aber nicht bestätigt, teilten die Expert:innen des Impfkomitees der WHO mit. Es bedürfe noch weiterer Studien, um eine mögliche Verbindung zwischen Impfung und etwaigem Risiko zu untersuchen.

Darüber hinaus wies die WHO darauf hin, dass die Vorfälle angesichts von inzwischen weltweit 200 Millionen mit Astrazeneca geimpften Menschen sehr selten seien. Demgegenüber seien inzwischen 2,6 Millionen Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. „Die Verabreichung von Impfstoffen basiert auf einer Kosten-Nutzen-Analyse“, so die WHO-Fachleute. Das Komitee werde nächste Woche erneut beraten.

Großbritannien spricht sich dafür aus, jungen Menschen einen anderen Corona-Impfstoff zu verabreichen.

Astrazeneca: Blutgerinsel im Gehirn nach Impfung – Fachleute überraschen mit Einschätzung

+++ 16.38 Uhr: Laut EMA kommen die Blutgerinnsel nach einer Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca nur sehr selten vor. Das erklärte Dr. Sabine Straus, EMA-Vorsitzende. Menschen sollten nach der Impfung jedoch sehr genau auf mögliche Nebenwirkungen achten. Dazu könnten Kurzatmigkeit, Brustschmerzen und starke Kopfschmerzen gehören. Betroffene sollten sofort medizinischen Rat einholen, hieß. Neue Erkenntnisse würden in die weitere Untersuchung und den Beipackzettel des Impfstoffs einfließen.

Das Risiko von Blutgerinnseln sei bei unter 60-Jährigen nach ersten Erkenntnissen höher. Auch habe man bei jungen Frauen mehr Nebenwirkungen beobachten könnten, bestätigte die EMA auf der Pressekonferenz am Mittwochnachmittag. Trotzdem sei Zuversicht in die zugelassenen Impfstoffe wichtig. Das Risiko einer schweren Erkrankung sei bei einer Corona-Erkrankung deutlich höher als das Risiko durch Nebenwirkungen der Vakzine.

Mit ihrer Einschätzung zum Corona-Impfstoff von Astrazeneca hat die EMA überrascht.

Unklar ist noch, was für Folgen die EMA-Entscheidung nun für die Impfungen haben wird. Mehrere EU-Länder, darunter Deutschland, hatten zuvor den Einsatz des Impfstoffes auf Personen ab 60 Jahre eingeschränkt. In Deutschland hat es bisher 31 Verdachtsfälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen gegeben.

Astrazeneca-Impfstoff – EMA erklärt neue Einschätzung

+++ 16.00 Uhr: Trotz sehr seltener Fälle von Hirnthrombosen empfiehlt die EU-Arzneimittelbehörde EMA uneingeschränkt die Anwendung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärte die EMA am Mittwoch (07.04.2021) in Amsterdam. Dies bestätigte auch die Geschäftsführerin der EMA, Emer Cooke, auf einer Pressekonferenz. Blutgerinnsel im Hirn sollten jedoch als „sehr seltene Nebenwirkung“ des Vakzins gelistet werden, hieß es.

Die EMA habe mit allen Ländern gesprochen, um eine gute und transparente Kommunikation herzustellen.

Update vom Mittwoch, 07.04.2021, 15.05 Uhr: Die britische Arzneimittelbehörde und Experten von der EMA wollen noch heute (16 Uhr MESZ) das Ergebnis einer Prüfung von seltenen Blutgerinnseln nach Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca vorlegen.

Astrazeneca: EMA äußert sich zu Corona-Impfstoff und Nebenwirkungen

Hintergrund sind „sehr seltene und spezifischen Arten von Blutgerinnseln mit einer geringen Anzahl an Blutplättchen nach einer Impfung mit Astrazeneca“ wie die Chefin der Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA), June Raine, am Dienstag (06.04.2021) mitgeteilt hatte. Einem Medienbericht zufolge erwägt die Behörde, den Impfstoff nicht mehr für unter 30-Jährige zu empfehlen.

In Deutschland hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wegen der Thrombosefälle, die vor allem bei jungen Frauen auftraten, beschlossen, das Präparat in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahre zu verabreichen. Für jüngere Menschen ist eine Impfung damit nur nach Aufklärung über die Risiken auf eigene Gefahr möglich.

Blutgerinnsel im Gehirn nach Astrazeneca-Impfung – EMA-Chef: „Gibt Zusammenhang mit Impfstoff“

+++ 12.00 Uhr: Ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA hat eine Verbindung zwischen der Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff und dem Auftreten von Blutgerinnseln bei einzelnen Geimpften gezogen. „Wir können mittlerweile sagen, dass es klar ist, dass es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt“, sagte der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, mit Blick auf die Thrombosen nach Astrazeneca-Impfungen in einem Interview mit der italienischen Zeitung „Il Messaggero“.

Astrazeneca: Britische Behörden nehmen Corona-Impfstoff unter die Lupe

Erstmeldung vom Dienstag, 06.04.2021, 10.00 Uhr: London – Die britische Arzneimittelbehörde untersucht Fälle von seltenen Blutgerinnseln im Gehirn nach einer Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Das teilte die Medicines and Healthcare Regulatory Agency (MHRA) am Dienstag mit. Zuvor hatte es einen Medienbericht gegeben, wonach die Behörde erwägt, das Präparat nicht mehr für unter 30-Jährige zu empfehlen.

„Unsere gründliche und detaillierte Untersuchung zu Berichten von sehr seltenen und spezifischen Arten von Blutgerinnseln mit einer geringen Anzahl an Blutplättchen nach einer Impfung mit Astrazeneca wird fortgeführt, sagte MHRA-Chefin June Raine der Mitteilung zufolge. Eine regulatorische Entscheidung sei noch nicht gefallen, betonte sie jedoch. Die Behörde rief dazu auf, Impftermine weiterhin wahrzunehmen.

Astrazeneca: Corona-Impfstoff im Fokus – Britische Behörden untersuchen Vakzin

In Deutschland hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wegen der Thrombose-Fälle, die vor allem bei jungen Frauen auftraten, beschlossen, das Präparat in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahre zu verabreichen - für jüngere Menschen ist eine Impfung damit nur nach Aufklärung über die Risiken auf eigene Gefahr möglich.

In Deutschland waren bis Anfang vergangener Woche 31 Verdachtsfälle von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung gemeldet worden, wie das Paul-Ehrlich-Institut kürzlich berichtete. Etwa drei Millionen Menschen hatten das Mittel bis dahin verabreicht bekommen. In Großbritannien sind bei mehr als 18 Millionen Impfungen mit Astrazeneca insgesamt rund 30 Fälle von seltenen Blutgerinnseln gemeldet worden, wie die MHRA vergangene Woche mitteilte. Wie sich die verhältnismäßig höhere Zahl an Fällen in Deutschland erklären lässt, ist noch unklar.

Forschende suchen indes den Auslöser für Hirnvenenthrombosen nach einer Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Welcher Bestandteil ist dafür verantwortlich? (tu/yw/tvd//tb mit dpa/AFP) *fr.de, hna.de und fuldaerzeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/Imago Images

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