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„Kinetischer Impaktor“-Methode

Asteroiden-Einschlag: Gefahr für Erde - Nasa probt den Ernstfall

  • VonMax Schäfer
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Was tun, wenn ein Asteroid Kurs auf die Erde nimmt? Die Testmission „Dart“ soll herausfinden, was der Erde droht - und wie die Gefahr gebannt werden kann.

Laurel – Es gibt zahlreiche Asteroiden im Sonnensystem. Der Forschung sind mehr als 27.300 „erdnahe Objekte“ bekannt. Das sind Kometen oder Asteroiden, die bis auf mindestens 50 Millionen Kilometer an den Erdorbit herankommen. Die Zahl der entdeckten Himmelskörper steigt wöchentlich. Normalerweise geht von den sich der Erde annähernden Asteroiden keine Gefahr aus. Aber was passiert, wenn doch Kollisionsgefahr besteht? Die Frage beschäftigt die Astronomie schon länger.

Asteroiden-Einschlag auf Erde verhindern: Nasa startet erste Testmission der planetarischen Verteidigung

In der Theorie haben die Forschenden verschiedene Antworten, darunter unter anderem der Beschuss mit Atombomben, den Umbau von Kommunikationssatelliten und die Methode „kinetischer Impaktor“. Forschende gehen davon aus, dass es grundsätzlich möglich ist, Asteroiden durch einen ausreichend starken Aufprall aus der Bahn zu lenken, erklärte Elena Adams von Johns Hopkins Applied Physics Laboratory der Nachrichtenseite Heise Online. Wenn die Methode rechtzeitig eingesetzt wird, würde dadurch verhindert, dass der Asteroid die Erde treffe.

Die erste Testmission der planetarischen Verteidigung mit dieser Methode startet am Mittwoch (24.11.2021). Ein Forschungsteam der Nasa und des Johns Hopkins Applied Physics Laboratory (APL) steuern dabei die Raumsonde „Dart“ in Richtung der Asteroiden Didymos (Durchmesser 780 Meter) und Dimorphos (Durchmesser 160 Meter). „Dart“ soll dabei den kleineren Asteroiden treffen, der den größeren Asteroiden Didymos umkreist. Ziel der Mission ist es, die Umlaufbahn von Dimorphos zu verändern.

Nach dem Aufprall der Sonde beobachten die Astronom:innen der Nasa mit Teleskopen von der Erde aus und wollen überprüfen, wie sich die Flugbahn verändert. Dazu messen sie, in welchen Abständen es heller und dunkler wird, wenn der Asteroiden-Mond den größeren Asteroiden Didymos kreuzt.

Die Nasa-Raumsonde „Dart“ nimmt Kurs auf den kleinen Asteroiden Dimorphos und wird auf ihm einschlagen. (Künstlerische Darstellung)

Asteroiden-Abwehr: „Dart“-Mission der Nasa testet an kleinem Asteroiden den Ernstfall

Die beiden Asteroiden sind laut Nasa keine Gefahr für die Erde. Sie haben sich bewusst für den kleinen Asteroiden als Ziel entschieden, weil sie auf Nummer sicher gehen wollen, dass sie ihn bewegen, berichtet Elena Adams im Interview mit Heise Online. Bei großen Asteroiden, welche die Sonne umkreisen, sei eine größere Masse und eine höhere Geschwindigkeit nötig, weil deren Bewegungsenergie größer sei.

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Die Europäische Raumfahrtorganisation Esa plant ebenfalls, eine Sonde zu den beiden Asteroiden zu schicken. Sie soll allerdings erst 2024 starten und wird erst im Jahr 2026 ihr Ziel erreichen. Bei der Esa-Mission „Hera“ geht es darum, die beiden Asteroiden nach dem Aufschlag genau zu untersuchen und sich beispielsweise den Krater, den „Dart“ hinterlassen hat, anzuschauen. Forschende erhoffen sich dadurch, weitere Erkenntnisse zum Erfolg der Abwehrmethode zu gewinnen.

Asteroiden-Einschlag auf der Erde ist unwahrscheinlich

Die Wahrscheinlichkeit eines Asteroiden-Einschlags auf der Erde ist in naher Zukunft gering. Derzeit sei kein Asteroid mit einem Durchmesser von mehr als 140 Metern bekannt, der eine signifikante Wahrscheinlichkeit habe, die Erde in den kommenden 100 Jahren zu treffen. Forschende schätzen jedoch, dass Stand Oktober 2021 erst 40 Prozent dieser Asteroiden entdeckt worden seien. (Max Schäfer)

Rubriklistenbild: © Nasa/Johns Hopkins APL

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