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Massensterben

Neues Modell: War es kein Asteroid, der die Dinosaurier aussterben ließ?

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Hat ein Asteroid oder doch ein Stück eines Kometen die Dinosaurier aussterben lassen? Eine Modellsimulation könnte jetzt Licht ins Dunkel bringen. 

  • Vor rund 66 Millionen Jahren vernichtete ein kosmisches Objekt die Dinosaurier.
  • Doch handelte es sich bei dem Objekt um einen Asteroiden oder einen Kometen? Ein neues Modell der Harvard-University könnte Licht ins Dunkel bringen.
  • Alle News zum Thema Weltraumforschung finden Sie auf unserer Themenseite.

Frankfurt – Die Dinosaurier beherrschten in der Vergangenheit die Erde. Vor 66 Millionen Jahren endete ihre Dominanz über den Globus jedoch abrupt. Schuld daran ist, so sind sich Forscher einig, ein kosmisches Ereignis, genauer gesagt der gewaltige Einschlag eines Objekts, das auf die Erde prallte und eine globale Katastrophe auslöste. Mittlerweile konnten Forscher auch den Zusammenhang zwischen dem Asteroiden-Einschlag und dem Massensterben belegen. Doch handelte es sich tatsächlich um einen Asteroiden? Forscher rätselten, ob es sich bei dem „Dino-Killer“ um einen Asteroiden oder einen Kometen handelte. 

Asteroid oder Komet: Was löschte die Dinosaurier aus?

Klar ist: bereits kurz nach dem Einschlag des Objekts, dessen Krater noch heute als Chicxulub-Krater in Yucatan in Mexiko bekannt ist, starben bereits 75 Prozent des Lebens auf der Erde aus. Im Jahr 2011 wurde eine Theorie widerlegt, in der die Kollision zweier Asteroiden einen davon auf die Erde geschleudert haben soll. Forscher der Harvard University haben nun eine neue Theorie. 

Der Asteroid, der vor 66 Millionen Jahren die Dinosaurier und zahlreiche andere Tiere und Pflanzen ausgelöscht hat, ist in einem besonders tödlichen Winkel auf die Erde getroffen. (Symbolbild)

Da innerhalb des Kraters Überreste des Asteroiden oder Kometen gefunden wurden, die auf Rückschlüsse über seine Beschaffenheit offenbaren, ist bereits klar, dass es sich bei dem Objekt um einen kohligen Chondriten handeln muss. Dabei handelt es sich um extrem seltene und große Objekte, die „die Erde typischerweise in Abständen von rund 3,5 Milliarden Jahren treffen. Das ist zu selten für den Kreidezeit-Einschlag“, wie Amir Siraj und Abraham Loeb von der Harvard University feststellen. 

Asteroiden-Theorie von 2011 widerlegt: Hat ein Komet die Dinosaurier ausgelöscht?

Die beiden Forscher schätzen daher, dass es sich bei dem eingeschlagenen Objekt um einen sogenannten langperiodischen Kometen handelt. Diese riesigen, eisigen Brocken enthalten kohlige Chondrite, weshalb die Zusammensetzung passen würde. Allerdings spielt auch dieser Theorie die Zeit nicht in die Hände. Kometen dieser Größe würden die Erde nur alle 3,8 Milliarden Jahre treffen. 

Chicxulub-Krater
OrtYucatan, Mexiko
Größeca. 180 Kilometer Durchmesser
Alter66 Millionen Jahre
ArtEinschlag durch Asteroid oder Komet
Zusammenhang wahrscheinlich Aussterben der Dinosaurier

Allerdings gibt es in unserem Sonnensystem einen Faktor, der die Wahrscheinlichkeit eines Kometentreffers erhöhen kann. Und zwar den Jupiter. Der Planet „sei mit einem Flipper-Automaten vergleichbar“, wie Amir Siraj in seinem Abstract beschreibt. „Er schleudert die aus der Oortschen Wolke kommenden Kometen in Flugbahnen, die die Himmelskörper sehr nahe an die Sonne heranbringen.“ Durch die starke Hitzeeinwirkung der Sonne könnte der Komet daraufhin in mehrere Teile zerbrechen. Diese entstandenen Einzelteile könnten auch zur Erde fliegen. 

Jupiter als „Flipper-Automat“ von Kometen

Der Theorie des Modells zufolge könnte sich die Wahrscheinlichkeit eines Treffers durch einen großen Kometen erhöhen: aus 3,8 Milliarden Jahren könnten demzufolge nur noch 250 bis 730 Millionen Jahre werden. „Damit liefert unsere Studie die Basis für eine Erklärung des Chicxulub-Ereignisses. Denn wenn ein solcher Komet in der Nähe der Sonne zerbricht, könnte durchaus ein Einschlag stattfinden, wie ihn die Dinosaurier erlebt haben“, bescrhebit Abraham Loeb. Die beiden Forscher der Harvard-University wollen die Theorie nun Testen, sobald ihnen mehr Daten zu langperiodischen Kometen vorliegen. (Marvin Ziegele)

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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