Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die Hauptursache für die Erblindung von Menschen über 50 Jahren. 
+
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die Hauptursache für die Erblindung von Menschen über 50 Jahren. 

Gesundheit

AMD: Richtige Ernährung kann Sehverlust vermindern

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
    schließen

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die Hauptursache für die Erblindung von Menschen über 50 Jahren. Ein französisches Forschungsteam hat einen Biomarker entdeckt, der über Ernährung das Risiko eines Sehverlustes vermindert.

In den Industrienationen ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) die Hauptursache für die Erblindung von Menschen über 50 Jahren, alleine in Deutschland leiden mehr als sieben Millionen daran. Die Erkrankung entwickelt sich schleichend und verläuft chronisch, bisher verfügbare Therapien können den Prozess des Sehverlusts verlangsamen, aber nicht zum Stillstand bringen oder rückgängig machen. Deshalb wird auch nach Möglichkeiten der Prävention gesucht. Als einer der Risikofaktoren gilt eine mangelnde Versorgung der Netzhaut mit Omega-3-Fettsäuren.

Einem Team von französischen Forschungseinrichtungen, darunter die Universität Bordeaux, das „Institut national de la santé et de la recherche médicale“ und das „Institut national de la recherche agronomique“, ist es nun gelungen, einen Biomarker im Blut zu identifizieren, der etwas über den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in der Netzhaut aussagen kann. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Clinical and Translational Medicine“ veröffentlicht. Ihrer Ansicht nach eröffnen die Erkenntnisse Perspektiven, um über die Ernährung das Risiko für eine altersbedingte Makuladegeneration zu vermindern, wie es im Wissenschaftsportal „Medicalxpress“ heißt.

AMD: Mit Diät vorbeugen

Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in fetten Fischen wie Lachs, in Avocados, Nüssen und Soja enthalten. Sie spielen für die Augengesundheit eine wichtige Rolle, denn die enthaltende ungesättigte Fettsäure Docosahexaensäure wird in den Photorezeptoren eingelagert. Außerdem werden ihnen entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben, sie sollen dem Zelltod und abnormer Gefäßentwicklung in der Netzhaut entgegenwirken.

Das Team hat die Netzhaut und Blutproben von 46 Frauen und Männern analysiert und einen Blutbiomarker identifiziert, der den Omega-3-Fettsäurestatus in der Netzhaut anzeigt. Laut dem Bericht bei Medicalxpress soll eine hohe Konzentration dieses Biomarkers mit einem geringeren Risiko für eine fortgeschrittene Form der AMD verbunden sein. Außerdem seien die Spiegel des Biomarkers gestiegen, nachdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusätzlich Omega-3-Fettsäuren aufgenommen hatten.

In einem sehr frühen Stadium sei dieser Marker noch vor einer augenärztlichen Untersuchung in der Lage, Menschen herauszufiltern, die eine AMD entwickeln. Und: Gefährdete Personen könnten durch Diät gegensteuern. Ein Patent für den Biomarker wurde eingereicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare