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Man hat den Eindruck, die Probleme mehren sich: „Jahrhunderthochwasser“ in jedem Jahrzehnt
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Man hat den Eindruck, die Probleme mehren sich: „Jahrhunderthochwasser“ in jedem Jahrzehnt.

ÖKO-LOGISCH

Alles gewaltig im Fluss

  • Joachim Wille
    vonJoachim Wille
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Die Wassermengen in Flüssen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten weltweit stark verändert haben. Und der Klimawandel spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Flüsse sind Lebensadern. Aber sie können auch gefährlich sein. Durch zu viel Wasser. Oder zu wenig. Jedes Jahr entstehen beispielsweise weltweit Schäden von mehr als 100 Milliarden Dollar durch Flüsse, die über die Ufer treten. Etwa durch vollgelaufene Keller, zerstörte Einrichtung, defekte Autos. Aber auch Wasser-Niedrigstände sind volkswirtschaftlich teuer. Schiffstransporte fallen aus, die Produktion betroffener Industriebetriebe sinkt, Kraftwerke müssen mangels ausreichender Kühlung gedrosselt oder abgeschaltet werden.

Man hat den Eindruck, die Probleme mehren sich: „Jahrhunderthochwasser“ in jedem Jahrzehnt, extremes Niedrigwasser alle paar Jahre. Und der Eindruck ist offenbar nicht falsch. Eine neue Studie zeigt nun, dass sich Wassermengen in Flüssen in den vergangenen Jahrzehnten tatsächlich weltweit stark verändert haben – und dass der Klimawandel dabei eine entscheidende Rolle spielt.

Extremere Hochwasser

Bisher war auf globaler Ebene noch nicht anhand von konkreten Messdaten untersucht worden, wie stark sich die Abflussmengen längerfristig verändert haben und was die Ursachen dafür sind. Einem Forschungsteam unter Leitung der ETH Zürich und mit Beteiligung der Goethe-Universität Frankfurt ist es nun gelungen, den Einfluss der maßgeblichen Faktoren aufzuschlüsseln. Dazu analysierten die Wissenschaftler:innen Daten von 7250 Durchfluss-Messstationen weltweit für den Zeitraum 1971 bis 2010.

Es zeigte sich: Der Klimawandel als einer der Haupttreiber der Veränderung wirkt uneinheitlich. Manche Regionen sind trockener geworden, so der Mittelmeerraum, das südliche Afrika oder der Nordosten Brasiliens. Anderswo hingegen nahmen die Wassermengen zu, etwa in Skandinavien. Dank der benutzten Modelle können die Forscher:innen nach eigenen Angaben nun verlässliche Szenarien berechnen, wie sich große Flüsse unter dem Einfluss des Klimawandels künftig weiter verändern werden.

Der Nutzen: Für die betroffene Regionen sind die entsprechenden Projektionen eine Planungsgrundlage, um sich an den Klimawandel anzupassen. Gerade auch für Europa ist das wichtig. Denn schon aus früheren Untersuchungen weiß man: In ganz Nordwesteuropa, so auch in Deutschland, werden nach den Prognosen die meisten Hochwasser immer heftiger ausfallen, in Süd- und in Osteuropa hingegen nimmt ihr Ausmaß eher ab.

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