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Zwei Männer stoßen mit einem Bier an.
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Unbedenklich oder sollte man auf Alkohol besser verzichten?

Gesundheit

Alkohol bei Jugendlichen - Blutgefäße altern schneller

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Alkohol bei Jugendlichen: Laut einer britischen Studie kann bereits bei unter 20-Jährigen das Trink- und Rauchverhalten das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen.

Frankfurt – Jugendliche und junge Erwachsene, die mehr als nur gelegentlich ein Glas Bier oder Wein trinken, erhöhen ihr Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des University College London gekommen, die kürzlich beim Jahreskongress der European Society of Cardiology, der europäischen Gesellschaft für Kardiologie, vorgestellt wurde. Demnach ist Alkoholkonsum während der Adoleszenz bis zum jungen Erwachsenenalter mit einer beschleunigten Versteifung der Arterien verbunden – einem Prozess, der Herz-Kreislauf-Erkrankungen den Boden bereitet.

Die Untersuchung habe Hinweise auf einen stufenweisen Anstieg bei stärkerem Konsum geliefert, wird Studienautor Hugo Walford im Wissenschaftsportal „Medicalxpress“ zitiert. Das bedeutet: „Je mehr Sie trinken, desto größer ist die Zunahme der arteriellen Steifigkeit.“ Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Gefäßveränderungen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Studie habe sich nicht durch familiäre oder andere Vorbelastungen erklären lassen, „was darauf hindeutet, dass riskantes Verhalten während dieser Zeit einen direkten Einfluss auf die Gefäßgesundheit hat“.

Alkohol bei Jugendlichen: Trinken sorgt für steife Arterien

Normalerweise verlieren Gefäße erst im Laufe des späteren Lebens an Elastizität. Es ist Teil des Alterungsprozesses, der aber durch Lebensstil und bestimmte Erkrankungen beschleunigt werden kann. Rauchen, ein erhöhter Cholesterinspiegel und Bluthochdruck gelten als Hauptrisikofaktoren. Versteifte Gefäße – umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt – sind mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden. Die aktuelle britische Studie hat nun gezeigt, dass das Trinken von Alkohol bereits im Teenageralter für steife Arterien sorgt. Teilgenommen haben 1655 junge Menschen im Alter zwischen 17 und 24 Jahren.

Für ihre Untersuchung im Rahmen der Langzeitbeobachtung „Avon Longitudinal Study of Parents and Children“ haben die Forschenden das Trink- und Rauchverhalten der jungen Menschen in Bezug zum Zustand ihrer Arterien gesetzt. Dieser wurde mit Hilfe der Messung der Pulswellengeschwindigkeit beurteilt, einem Verfahren, das als besonders aussagekräftig gilt.

Alkohol bei Jugendlichen: stärkerer Einfluss als beim Rauchen

Der Alkoholkonsum wurde wie folgt klassifiziert: nie, mittel (vier Getränke oder weniger an einem typischen „Trinktag“) und hoch (mehr als fünf Getränke an einem typischen Trinktag). Sieben Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer tranken nie, 52 Prozent fielen in die Kategorie mittlerer und 41 Prozent in die Kategorie hoher Konsum. Beim Rauchen galten weniger als zehn Zigaretten am Tag als mittlerer und mehr als zehn als starker Konsum. 37 Prozent waren Nichtraucher, 23 Prozent griffen weniger als zehnmal am Tag zur Zigarette, fünf Prozent waren starke Raucher, 37 Prozent hatten früher geraucht, aber aufgehört.

Das Ergebnis: Die arterielle Steifigkeit hatte bei den jungen Leuten zwischen dem Alter von 17 und 24 Jahren um durchschnittlich 10,3 Prozent zugenommen, bei den Frauen stärker als bei den Männern. Je mehr Alkohol konsumiert wurde, desto unelastischer wurden die Arterien. Der Einfluss von Alkohol war in diesem Alter stärker als der des Rauchens; hier ließ sich ein ähnlich deutlicher Effekt nur in der Unterscheidung zwischen der Gruppe derjenigen, die nie geraucht hatten, und den starken Raucherinnen und Rauchern beobachten.

Rauchen bei Jugendlichen: Rauchstopp positiv für Gefäße

Auch gebe es Hinweise, so Hugo Walford, dass ein Rauchstopp in diesem jungen Alter dazu führen kann, dass sich geschädigte Gefäße wieder erholen. (Pamela Dörhörfer)

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