+
50 Jahre Mondlandung: Astronaut Buzz Aldrin auf der Mondoberfläche, hinter ihm ist die Landefähre „Eagle“ zu sehen.

„Apollo 11“

50 Jahre Mondlandung: Die ersten Worte auf dem Mond waren andere, als man denkt

  • schließen

„Ein kleiner Schritt für einen Mann...“ - die ersten Worte auf dem Mond sind legendär. Doch wenn man es genau nimmt, waren die ersten Worte ganz andere.

Die ersten Worte, die auf dem Mond gesprochen wurden, waren „This is a small step for man, but a giant leap for mankind“. Das ist zumindest die gängige Meinung - die jedoch nicht ganz richtig ist. Tatsächlich wurden die ersten Worte auf dem Mond bereits sechseinhalb Stunden früher gesprochen.

Es handelt sich dabei allerdings nicht um den zweiten bekannten Satz, den man für gewöhnlich mit der Mondlandung assoziiert. „Houston, Tranquillity Base here. The Eagle has landed“, sagte Neil Armstrong nach der Landung - aber erst einige Sekunden nach den allerersten Worten, die jemals auf einem fremden Himmelskörper gesprochen wurden.

50 Jahre Mondlandung - „Ein großer Schritt für die Menschheit“

Es gibt jedoch einen Grund, warum die ersten Worte, die auf dem Mond gesprochen wurden, keine weite Verbreitung fanden: Sie sind viel zu unspektakulär und für Laien kaum verständlich. Es handelt sich größtenteils um technische Angaben. „Contact Light“, sagte er, als die Landebeine Kontakt zur Mondoberfläche hatten. Armstrong antwortete mit: „Shutdown.“ Aldrin entgegnete: „Okay. Engine Stop.“ Als die Beine der Mondlandefähre „Eagle“ auf der Mondoberfläche aufgesetzt hatten, sagte Aldrin: „ACA out of Detent“. Übersetzt bedeutet das in etwa, dass der Steuerknüppel der „Eagle“ (Attitude Controll Assembly, ACA) deaktiviert werden musste, um die Lageregelungsdüsen abzuschalten. Es folgten weitere Anweisungen.

Zum Jubiläum der ersten Mondlandung gibt es im Fernsehen jede Menge Sondersendungen

Erst 14 Sekunden nach diesen ersten Worten auf dem Mond, nachdem die beiden Astronauten die Steuertriebwerke abgeschaltet hatten und dem Bordcomputer den Befehl gesendet hatten, der ihm mitteilte, dass die Landefähre auf dem Mond steht, hatte Neil Armstrong Zeit, die ersten bekannten Worte auf Mond auszusprechen: „Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed.“

Gab es die Mondlandung nur im TV-Studio? Wissenschaftler klären über Verschwörungstheorien auf

50 Jahre Mondlandung: Ein Satz von Neil Armstrong geht in die Geschichte ein

Erst Stunden später - nachdem Neil Armstrong und Buzz Aldrin ihre Anzüge angezogen und die Luke der Mondlandefähre geöffnet hatten, sprach Neil Armstrong beim Ausstieg aus der Landekapsel die Worte, die in die Geschichte eingegangen sind: „This is a small step for a man, but a giant leap for mankind“. Diese Worte sind unauslöschlich mit der ersten Mondlandung verbunden.

Die erste Mondlandung in Bildern

Das Ziel der Sehnsüchte: Der Mond.
Das Ziel der Sehnsüchte: Der Mond. © Nasa
Die künftigen Astronauten Buzz Aldrin, Neil Armstrong und Michael Collins (v.l.) kurz nachdem bekanntgegeben wurde, dass sie mit „Apollo 11“ zum Mond fliegen.
Die künftigen Astronauten Buzz Aldrin, Neil Armstrong und Michael Collins (v.l.) kurz nachdem bekanntgegeben wurde, dass sie mit „Apollo 11“ zum Mond fliegen. © Nasa
3-2-1-Go! Die Saturn-V-Rakete hebt mit der „Apollo 11“-Crew an Bord am 16. Juli 1969 vom Kennedy Space Center ab.
3-2-1-Go! Die Saturn-V-Rakete hebt mit der „Apollo 11“-Crew an Bord am 16. Juli 1969 vom Kennedy Space Center ab. © Nasa
Für die USA ein patriotischer Moment: Die erste Mondlandemission hebt ab, im Vordergrund eine US-Flagge.
Für die USA ein patriotischer Moment: Die erste Mondlandemission hebt ab, im Vordergrund eine US-Flagge. © Nasa
Das Landemodul „Eagle“ mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin an Bord steigt aus dem Mondorbit auf die Mondoberfläche herunter.
Das Landemodul „Eagle“ mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin an Bord steigt aus dem Mondorbit auf die Mondoberfläche herunter. © Nasa
The Eagle has landed: Die Landefähre setzt auf der Mondoberfläche auf.
The Eagle has landed: Die Landefähre setzt auf der Mondoberfläche auf. © Nasa
Nachdem Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betreten hat, fotografiert er, wie Buzz Aldrin die Mondlandefähre verlässt.
Nachdem Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betreten hat, fotografiert er, wie Buzz Aldrin die Mondlandefähre verlässt. © Nasa
Die Astronauten stellen eine US-Flagge auf der Mondoberfläche auf. Auf dem Bild zu sehen ist Buzz Aldrin. 
Die Astronauten stellen eine US-Flagge auf der Mondoberfläche auf. Auf dem Bild zu sehen ist Buzz Aldrin.  © Nasa
Buzz Aldrin platziert Experimente auf dem Mond.
Buzz Aldrin platziert Experimente auf dem Mond. © Nasa
Beweisfoto: Buzz Aldrin war auf dem Mond - und Neil Armstrong auch. Der erste Mann auf dem Mond spiegelt sich im Helm Aldrins.
Beweisfoto: Buzz Aldrin war auf dem Mond - und Neil Armstrong auch. Der erste Mann auf dem Mond spiegelt sich im Helm Aldrins. © Nasa
Jede Menge Fußabdrücke haben die Astronauten auf dem Mond hinterlassen.
Jede Menge Fußabdrücke haben die Astronauten auf dem Mond hinterlassen. © Nasa
Die Mondlandefähre „Eagle“ in der Umlaufbahn des Mondes.
Die Mondlandefähre „Eagle“ in der Umlaufbahn des Mondes. © Nasa
Der Mond aus Perspektive der „Apollo 11“-Astronauten.
Der Mond aus Perspektive der „Apollo 11“-Astronauten. © Nasa
In New York werden die drei erfolgreichen Astronauten (links im Auto) mit einer Parade gefeiert.
In New York werden die drei erfolgreichen Astronauten (links im Auto) mit einer Parade gefeiert. © Nasa

Auch der Kommandant von „Apollo 12“, Charles „Pete“ Conrad jr., bezog sich bei seinen ersten Worten auf dem Mond auf den berühmten Ausspruch von Neil Armstrong. Er sagte beim Betreten des Mondes: „Whoopie! Man, that may have been a small one for Neil, but that's a long one for me“ - auf deutsch: „Hoppla! Mensch, das war vielleicht ein kleiner für Neil, aber das ist ein großer für mich“. Damit spielte er auf seine kleine Körpergröße an - der Spruch war allerdings auch Bestandteil einer Wette. Conrad wollte damit beweisen, dass die Nasa nicht festlegte, was die Astronauten beim Betreten des Mondes sagen sollten.

50 Jahre Mondlandung: Transkript des Gespräches direkt nach der Mondlandung

Buzz Aldrin: „Contact Light.“

Neil Armstrong: „Shutdown“

Buzz Aldrin: „Okay. Engine Stop.“

Buzz Aldrin: „ACA out of Detent.“

Neil Armstrong: „Out of Detent. Auto.“

Buzz Aldrin: „Mode Control, both Auto... Descent engine command override off... Engine arm off... 413 is in.“

Charlie Duke (im Kontrollzentrum): „We copy you down, Eagle.“

Neil Armstrong: „Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed.“

Charlie Duke: „Roger, Tranquility, we copy you on the ground. You've got a bunch of guys about to turn blue. We're breathing again. Thanks a lot.“

Lesetipps rund um die Mondlandung von „Apollo 11“

Wie geht es mit der Erforschung des Mondes weiter? Wann betritt wieder ein Mensch den Mond? Ein Überblick über die aktuellen Pläne rund um den Mond.

Die Frauen der Nasa: Ohne Frauen wie Margaret Hamilton wäre kein Mann auf dem Mond gelandet.

Waren die „Apollo 11“-Astronauten wirklich auf dem Mond? Zumindest stehen dort Reflektoren, die in Hanau gefertigt wurden - und die auch 50 Jahre nach der Mondlandung noch beweisen, dass das Jahrhundertereignis tatsächlich stattgefunden hat.

Am 16. Juli 1969 sind die „Apollo 11“-Astronauten zu ihrer Mission zum Mond aufgebrochen. Genau 50 Jahre später, am 16. Juli 2019, fand eine partielle Mondfinsternis statt, die in großen Teilen Europas komplett zu sehen war.

Die Mondlandung von „Apollo 11“ im Kinoformat und mit teils noch nie gesehenen Aufnahmen - das verspricht die Dokumentation „Apollo 11“, die derzeit im Kino zu sehen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare