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Coronavirus
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Eine Kinderdosis mit einem Corona-Impfstoff wird im "Children's National Hospital" in Washington in eine Spritze aufgezogen. Die USA haben damit begonnen, Kinder im Grundschulalter gegen das Coronavirus zu impfen.

Covid-19

12-Jähriger nach Impfung gestorben: Todesursache offen

Zwei Tage nach seiner Zweitimpfung ist in Cuxhaven ein 12-Jähriger gestorben. Das Kind hatte schwere Vorerkrankungen. Könnte die Corona-Impfung tatsächlich zum Tod geführt haben?

Cuxhaven/Hamburg - Die exakte Todesursache des nach einer Corona-Impfung im Kreis Cuxhaven verstorbenen 12 Jahre alten Jungen steht weiterhin nicht fest.

Nach derzeitigem Kenntnisstand würden die abschließenden Ergebnisse der Obduktion frühestens Mitte der kommenden Woche erwartet. „Leider müssen wir diesen unklaren Zustand noch eine Weile aushalten“, sagt Landrat Kai-Uwe Bielefeld (parteilos) am Freitag. „In der kommenden Woche wird es hoffentlich weitere Erkenntnisse geben.“

Obduktion und Untersuchungen obliegen dem Rechtsmedizinischen Institut des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Das Kind war zwei Tage nach der Zweitimpfung mit dem Impfstoff Biontech gestorben. Nach einer Mitteilung des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI) in Langen (Hessen) wies das Kind schwere Vorerkrankungen auf, inklusive einer kardio-vaskulären, also Herz und Gefäße betreffenden Vorerkrankung.

Gemeldete Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona- Impfung bei Kindern und Jugendlichen sind extrem selten. Das PEI führt bis 30. September fünf solcher Verdachtsfälle bei Menschen zwischen 12 und 17 Jahren auf, die sich auf eine Impfung mit dem Biontech-Mittel beziehen. Bei mindestens drei der Jugendlichen bestanden laut PEI schwere Vorerkrankungen.

Bisher hat das PEI nach eigenen Angaben von diesem Donnerstag in dieser Altersgruppe keinen aus Deutschland gemeldeten Todesfall als wahrscheinlich oder möglicherweise im ursächlichen Zusammenhang mit der Covid-Impfung stehend bewertet. Bislang sind laut Robert Koch-Institut 1,9 Millionen Menschen zwischen 12 und 17 Jahren in Deutschland vollständig geimpft, das entspricht 42,5 Prozent.

Der Landkreis hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass der abschließende Obduktionsbericht zwar noch nicht vorliege, das vorläufige Obduktionsprotokoll jedoch bereits nahe lege, „dass der Tod des Kindes in Folge der Impfung eingetreten ist“. Mit Blick auf die Vorerkrankungen könne aber nach Angaben des Rechtmedizinischen Institut des UKE vor der Auswertung von Feingewebe-Untersuchungen eine mögliche andere Ursache noch nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Betroffen zeigte sich Bielefeld indes von dem Verhalten, dass derzeit in den sozialen Netzwerken zu beobachten sei. „Dass die betroffene Familie, der so schweres Leid widerfahren ist, nun in dieser Art und Weise verurteilt und gebrandmarkt wird, ist für mich einfach unerträglich. Ich fordere Sie eindringlich auf, von weiteren Kommentaren im Netz zu diesem tragischen Vorfall abzusehen und der Familie die Chance zu geben, das Ganze zu verarbeiten.“ dpa

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