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Die Zyprer wollen an ihr Geld.
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Die Zyprer wollen an ihr Geld.

Börse heute

Zyperns Banken wieder offen

  • VonDorothee Holz
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Nach fast zwei Wochen können die Zyprer wieder Bankgeschäfte erledigen. Ein Massenansturm bleibt zunächst aus. Seit Mitte März war die Bargeldversorgung nur noch an Geldautomaten möglich.

Zypern sorgt dennoch weiter für große Nervosität an den Finanzmärkten. Dazu trägt auch die Ratingagentur Moody’s bei, die Zypern die Bestnote beim sogenannten Währungsrating entzogen hat. Im Normalfall haben alle Länder der Eurozone ein AAA-Rating. Das Währungsrating Zyperns bricht dagegen auf eine der schlechtesten Noten, auf Caa2 ein. Als Begründung nennt die Agentur das hohe Risiko eines Austritts aus der Währungsunion. Dabei sollte das neue Rettungspaket doch genau das Gegenteil bewirken.

Aber Moody’s fürchtet, dass die Umstrukturierung der beiden großen Banken und die beschlossenen Kapitalverkehrskontrollen die Gefahr eines Austritts erhöhen könnten. Der Außenminister Zyperns schlägt in die gleiche Kerbe: „Das war eine Möglichkeit, die wir zeitweilig ernsthaft in Betracht ziehen mussten“, so Ioannis Kasoulidis in einem Zeitungsinterview.

Das kleine Mittelmeerland hält die Finanzmärkte weltweit in Atem. Der Dow Jones ging 0,2 Prozent tiefer aus dem Handel. In Tokio rutschte der Nikkei um 1,3 Prozent ab. Der Dax, der bereits gestern Federn ließ, dürfte sich zu Handelsbeginn kaum von der Stelle rühren. Fondsmanager werden sich zum Ende dieses ersten Quartals wohl insgesamt nicht mehr groß aus der Deckung wagen. Ein Quartal, das den Finanzmärkten wieder einige Aufregung bescherte. Es galt neben den Problemen in Zypern auch die Wahlen in Italien zu verarbeiten. Gleichzeitig meldeten viele Dax-Konzerne Rekordzahlen, was einige Aktien auf ein Allzeithoch trieb. Das Allzeithoch beim Dax von 8.153 Punkten schien auch nicht mehr weit entfernt zu sein.

Zurück zum Euroland Italien: Dort herrscht weiter politischer Stillstand, was das Land bei der Geldaufnahme zu spüren bekam. Gestern erreichte Italien mit zwei Auktionen nicht das Maximalziel und musste teilweise höhere Zinsen bieten. Heute will der Mitte-Links-Chef Bersani dem italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano die Ergebnisse der Sondierungsgespräche überbringen. Man rechnet aber nicht damit, dass er eine Koalition zustande bringt.

Einige kleinere Unternehmen haben Geschäftszahlen vorgelegt. Der Hersteller von Schnurlos-Telefonen Gigaset ist wie erwartet im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht, was auch an der Wirtschaftsflaute in Europa lag. Erst 2014 soll sich die Lage wieder bessern. Der mehrheitlich zu Bosch gehörende Solaranbieter Aleo Solar unterstreicht die Tristesse in der Solarbranche. Aleo Solar erwartet auch im laufenden Geschäftsjahr schwere Verluste, weil die Einspeisevergütung in wichtigen europäischen Märkten deutlich heruntergefahren wurde und es damit zu einem Rückgang der Neuinstallationen kommt.

Auch die Luftfahrtbranche ist im Blick. Denn in den USA gab es für die Fusion von American und US Airways grünes Licht. Damit können sich die beiden Fluglinien zur weltgrößten Gesellschaft vereinigen.

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