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Der Commerzbank-Turm.

Commerzbank

Zielke soll Strategie offenlegen

Sondersitzung bei der Commerzbank.

Nach dem Ende der Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank verlangt der Aufsichtsrat der Commerzbank vom Vorstand Auskunft über den künftigen Kurs der Frankfurter Großbank. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, soll es dazu am 21. Mai – einen Tag vor der Hauptversammlung – eine Sondersitzung des Aufsichtsrats geben.

Dabei solle der Vorstand ausführlich darlegen, warum er die Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank beendet habe und welche strategischen Pläne er nun verfolge, schreibt das Blatt unter Berufung auf „mehrere mit dem Thema vertraute Personen“. Eine Commerzbank-Sprecherin wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Das Treffen des Kontrollgremiums kam dem Bericht zufolge auf Initiative der Arbeitnehmerseite zustande. Der Vorsitzender des Commerzbank-Betriebsrats und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Uwe Tschäge, hat demnach die Sitzung beantragt und durchgesetzt.

Als mögliche Interessenten für die Commerzbank werden schon länger die niederländische ING und die italienische Unicredit gehandelt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte jüngst berichtet, dass der Vorstand der ING informelle Gespräche mit der New Yorker Investmentbank Perella Weinberg Partners führt, um ein mögliches Übernahmeangebot für die Commerzbank auszuloten.

Medienberichten zufolge hat ING-Vorstandschef Ralph Hamers die Bundesregierung und Commerzbank-Chef Martin Zielke bereits im April um die Aufnahme entsprechender Gespräche gebeten. Offizielle Übernahmeverhandlungen zwischen den Instituten gibt es bislang aber nicht.

Unicredit soll die US-Investmentbanken JPMorgan und Lazard engagiert haben, um eine mögliche Übernahme der Commerzbank zu prüfen - so berichtete es jedenfalls Reuters am Dienstag. Dieser Darstellung widersprach das Institut aber auf Nachfrage der italienischen Bankenaufsicht umgehend. (dpa/FR)

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