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Die Organisatoren des Protests kündigen weitere Aktionen gegen den längst genehmigten Bau an.

Stuttgart 21

Zehntausende demonstrieren im Schlossgarten

Unter dem Motto „Jetzt reichts: Endspurt gegen Stuttgart 21“ versammelten sich die Gegner des Vorhabens zu einer sogenannten Volksversammlung im mittleren Schlossgarten.

In Stuttgart haben am Samstagnachmittag erneut zehntausende Menschen gegen das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ demonstriert. Die Veranstalter zählten 55.000 Teilnehmer.


Der Grünen-Europaabgeordnete Michael Cramer sagte auf der Kundgebung, dass das Bahnprojekt keine Rückendeckung der Europäischen Union (EU) habe. „Das Europaparlament hat sich niemals für Stuttgart 21 ausgesprochen“, rief der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Europaparlament den Demonstranten zu.


Der Stuttgarter Stadtrat und Moderator der Großveranstaltung, Hannes Rockenbauch vom parteifreien Bündnis „Stuttgart Ökologisch Sozial“ kritisierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die sich in dieser Woche deutlich für das Projekt ausgesprochen hatte. „Merkel hat fachlich wohl keine Ahnung, um was es bei Stuttgart 21 geht“, sagte Rockenbauch.


Bei dem Bahnprojekt „Stuttgart 21“ soll der Kopfbahnhof für 4,1 Milliarden Euro zum unterirdischen Durchgangsbahnhof umgestaltet werden. Seit Wochen demonstrieren Bürger gegen das Projekt.


Der Sprecher des Bahnprojektes „Stuttgart 21“, Wolfgang Drexler, war am Freitag von seinem Amt zurückgetreten. Sein Rücktritt hatte sich abgezeichnet, nachdem die SPD-Fraktion, der er angehört, einen sofortigen Baustopp gefordert hatte, um einen Volksentscheid über „Stuttgart 21“ zu ermöglichen. Er könne seine Aufgabe für das Projekt zu sprechen, nicht länger mit seinem Mandat in der SPD-Fraktion in Einklang bringen, begründete der SPD-Landtagsabgeordnete und Vizelandtagspräsident seine Entscheidung. (dapd)

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