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Wohngeld-Erhöhung: Pro Quadratmeter gibt es mehr Geld für Berechtigte

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Von: Moritz Serif

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Bernhard Daldrup (SPD) äußert sich zum Wohngeld
Bernhard Daldrup (SPD) äußert sich zum Wohngeld (Archivbild). © Fabian Sommer/dpa/picture alliance

2023 gibt es mehr Wohngeld für Berechtigte. Kanzler Olaf Scholz hatte das angekündigt. Nun verrät die SPD weitere Details zur Erhöhung.

Berlin - Die SPD möchte das Wohngeld im kommenden Jahr erhöhen. Möglich machen soll das eine frühere Anhebung der Sätze und eine neue Berechnungsmethode. Der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Bernhard Daldrup, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gehe um eine „vorgezogene Dynamisierung“ und die Integration einer Klima- sowie einer Heizkostenkomponente.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Freitag (22. Juli) eine „große Wohngeldreform“ angekündigt. Details blieben zunächst offen. Daldrup schlägt eine „außerordentliche Wohngeldanpassung“ vor. Die zweijährliche Anpassung der Leistung an die allgemeine Mieten- und Verbraucherpreisentwicklung solle statt 2024 bereits 2023 erfolgen.

Wohngeld: Berechtigte bekommen Heizzuschlag pro Quadratmeter

Wohngeldberechtigte sollen zudem einen nach der Haushaltsgröße gestaffelten pauschalen Heizzuschlag pro Quadratmeter-Wohnfläche bekommen. Außerdem spricht sich die SPD dafür aus, die Miethöchstbeträge in der Wohngeldberechnung pauschal anzuheben.

Bei der Berechnung würden also teurere Mieten anerkannt, als bisher. Begründet wird das damit, dass die Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor zu höheren Wohnkosten führe. „Die steigenden Energiepreise belasten vor allem Mieterinnen und Mieter mit niedrigen Einkommen. Die SPD-Bundestagsfraktion ist der Auffassung, dass die steigenden Energiekosten im Wohngeld abgebildet werden sollen“, sagte Daldrup.

Mietzuschuss vom Staat: Das versteht man unter Wohngeld

Das Wohngeld ist ein Mietzuschuss vom Staat für Menschen, die sehr wenig verdienen, die sonst aber keine Sozialleistungen beziehen, bei denen Wohnkosten bereits berücksichtigt ist. Beispielsweise Hartz IV. Es ist jedoch nicht die einzige Entlastung, auf die sich Bürger:innen und Betriebe freuen können.

Heizkostenpauschale, Kündigungsschutz für Mieter:innen und Unternehmen bekommen Hilfen. Rentner:innen und Studierende sollen den Zuschuss für die Heizkosten durch die Neuerung ebenfalls erhalten. Mieter:innen bekommen einen zusätzlichen Schutz und sollen nicht gekündigt werden, wenn die Nebenkosten in die Höhe schießen.

Viele Energiekonzerne sind bereits pleite

Außerdem bekommen Unternehmen Hilfen, wenn wegen der hohen Energiepreise eine Notlage entsteht. Kürzlich war davon der Energiekonzern Uniper betroffen. Das Unternehmen bekam Hilfe vom Staat. Insgesamt sind während der Gaskrise bereits viele Energiekonzerne pleitegegangen. (mse/dpa)

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