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Zypries stieß bei ihrer USA-Reise auf Offenheit gegenüber der deutschen Wirtschaft.

Freihandel

Wirtschaftsministerin Zypries: TTIP trotz Trump möglich

Ihre USA-Reise hat Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries gezeigt: TTIP ist noch nicht tot. Für die USA sind aber zunächst die Nafta-Nachverhandlungen wichtig.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hält den Abschluss des Freihandelsabkommens TTIP zwischen den USA und der EU trotz des Widerstandes von US-Präsident Donald Trump weiterhin für möglich. Auf einer USA-Reise in der vergangenen Woche habe sie positive Signale erhalten, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Deutschlandfunk. Etwa US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross habe sich für „faire Handelsbeziehungen“ zu Europa ausgesprochen. „Da war eine große Offenheit gegenüber uns Deutschen zu spüren“, sagte Zypries.

Wann es wieder Gespräche geben könnte, sei aber offen. „Es ist völlig klar, dass die USA jetzt erstmal die Priorität haben, Nafta nachzuverhandeln“, sagte Zypries mit Blick auf das Nordamerikanische Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko.

Freihandelsabkommen sieht Trump skeptisch, weil sein Land dabei nach seiner Meinung zu oft benachteiligt wird. Eine seiner ersten Maßnahmen als neuer Präsident war denn die Kündigung des ausgehandelten transpazifischen Handelsabkommens TPP. TTIP ist auch in Europa umstritten.

Der deutsche Handelsüberschuss sei bei ihrer Reise kaum ein Thema gewesen, berichtete Zypries. Trump hatte ihn immer wieder öffentlich kritisiert. Die sogenannte Grenzausgleichssteuer für Importe in die USA hält die Wirtschaftsministerin indes weiterhin für möglich. (dpa)

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