Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Ampel kündigt eine Angleichung der Steuern auf Benzin und Diesel an. Schon macht der Alarmruf die Runde, dass der Dieselpreis um 18,4 Cent steigen könnte. (Symbolbild)
+
Die Ampel kündigt eine Angleichung der Steuern auf Benzin und Diesel an. Schon macht der Alarmruf die Runde, dass der Dieselpreis um 18,4 Cent steigen könnte. (Symbolbild)

Kraftstoff

Wird Dieselfahren teurer?

  • VonWolfgang Mulke
    schließen

Ampel-Koalition muss wohl Kraftstoffe steuerlich gleich behandeln.

Der Vertrag der Ampel-Koalition birgt viele Überraschungen. Eine davon verunsichert Diesel-Fahrer:innen. Denn die Ampel kündigt eine Angleichung der Steuern auf Benzin und Diesel an. Schon macht der Alarmruf die Runde, dass der Dieselpreis um 18,4 Cent steigen könnte. So groß ist der Steuervorteil gegenüber dem Super E10 aktuell. An der Zapfsäule ist der Unterschied derzeit deutlich geringer. Laut ADAC bezahlen Autofahrer:innen derzeit durchschnittlich 1,67 Euro für einen Liter Super E10, für den Liter Diesel nur 1,55 Euro. Die Steuer erklärt also nur einen Teil der Differenz.

Doch zu einem extremen Preissprung wird es kaum kommen. Eine Angleichung würde zwar tatsächlich notwendig werden, sollte die Energiesteuer-Richtlinie der EU-Kommission in ihrer jetzt vorliegenden Form verabschiedet werden. Das ist längst nicht sicher. In der Regel gelten dann Fristen, in denen die Mitgliedstaaten EU-Vorgaben in nationales Recht umsetzen müssen. Bis dahin wird sich vermutlich nichts ändern.

Ölpreis:

Der Ölverbund Opec+ hat versichert, die globale Corona-Entwicklung im Blick behalten. An ihrer geplanten Produktionserhöhung will die von Saudi-Arabien und Russland angeführte Allianz von Ölstaaten aber festhalten.

Ende November hatte das Auftauchen der als besorgniserregend eingestuften Variante Omikron eine Talfahrt der Ölpreise ausgelöst. Am Freitag sind die Ölpreise gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) 70,80 Dollar. (dpa)

Auch kündigt die Koalition in diesem Fall eine Reform bei der Kfz-Steuer an. Denn hier bezahlen Dieselbesitzer:innen mehr als die von Benzinern. Am Ende sollen die Autofahrer:innen möglichst nicht mehr bezahlen. Der verkehrspolitische Sprecher der FDP, Oliver Luksic, beruhigt denn auch. „Der Koalitionsvertrag zeigt nur Möglichkeiten auf, mit möglichen Belastungen umzugehen“, sagt der FDP-Politiker, „die Interessen der Autofahrer werden wir dabei im Blick behalten.“

Dafür gäbe es noch eine weitere Möglichkeit. Denn die EU will zwar eine einheitliche Besteuerung erreichen, jedoch keine Vorgaben über die Höhe der Abgabe machen. Es wäre also auch ein Weg, die Spritsteuern insgesamt zu senken.

Das Privileg für Diesel-Fahrzeuge ist schon lange umstritten. Es besteht im deutlich günstigeren Steuersatz für den Kraftstoff. Im Gegenzug müssen die Besitzer zwar höhere Kfz-Steuern bezahlen. Doch gerade bei Vielfahrern überwiegt der Vorteil durch das günstigere Tanken. Entstanden ist diese Praxis, weil die EU diese Vergünstigung zuließ, damit der gewerbliche Transportverkehr bei einer unterschiedlichen Besteuerung der Kraftstoffe in Europa nicht unter Wettbewerbsverzerrungen leiden muss. Mit der Einführung stiegen aber auch immer mehr private Autokäufer deshalb auf den Diesel um.

Aktuell verlieren Dieselfahrzeuge Marktanteile. Mitte des vergangenen Jahrzehnts war fast jeder zweite zugelassene Wagen ein Selbstzünder. Inzwischen liegt der Anteil bei rund einem Viertel. Dazu haben neben dem VW-Skandal wohl auch die Stickoxid-Emissionen des Antriebs beigetragen. In vielen Städten wurden die Grenzwerte überschritten. Darauf klagte die Deutsche Umwelthilfe gegen Kommunen und erzwang auch Fahrverbote für Diesel. Das wiederum sorgte für viel Verunsicherung unter den potenziellen Käufern. Der Umstieg auf Elektromobilität gibt der Technik nun womöglich den Rest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare