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PSA will Opel-Belegschaft verkleinern

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Sollten sich die Gerüchte bestätigen, wäre dies eine „unglaubliche und beispiellose Provokation“, so der Opel-Betriebsrat.
Sollten sich die Gerüchte bestätigen, wäre dies eine „unglaubliche und beispiellose Provokation“, so der Opel-Betriebsrat. © Andreas Liebschner/Opel

Der französische Autokonzern erwägt laut einem unbestätigten Medienbericht, sich von einem Teil des Opel-Entwicklungszentrums zu trennen. In Rüsselsheim arbeiten mehr als 7000 Ingenieure.

Der französische Autokonzern PSA denkt laut einem unbestätigten Medienbericht darüber nach, sich von einem Teil des Opel-Entwicklungszentrums zu trennen.

PSA und Opel hätten in den vergangenen Monaten mehrere Entwicklungsdienstleister sondiert, damit diese Übernahmeangebote vorlegen, berichtete die französische Zeitung „Le Monde“. Ein PSA-Sprecher wollte „Spekulationen“ am Dienstagabend nicht kommentieren. Opel war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

„Le Monde“ berief sich unter anderem auf ein auf Mitte Mai datiertes Dokument. Die Zeitung verwies zudem auf eine nicht namentlich genannte Quelle aus dem Umfeld der PSA-Führungsgremien - demnach sei tatsächlich ein Verkauf eines Teils der Opel-Entwicklung in der Pipeline, das ein Viertel der Mitarbeiter betreffe.

Laut der Zeitung soll Opel im April in einer Präsentation für die Interessenten erklärt haben, eine dauerhafte Lösung für die Mitarbeiter anzustreben - über eine „Partnerschaft“ oder ein „Miteigentümerschaft-Konzept“. Im Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim arbeiten mehr als 7000 Ingenieure.

Opel-Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug sagte „Le Monde“, er habe bislang nichts von solchen Gesprächen gewusst. Wenn dies sich bewahrheite, wäre dies eine „unglaubliche und beispiellose Provokation“ gegen die Arbeitnehmervertreter, zitierte ihn das Blatt.

Opel war im vergangenen August von PSA übernommen worden, zu dem bereits die Marken Peugeot, Citroën und DS gehörten. Ende Mai haben sich Unternehmen und Arbeitnehmer auf eine umfassende Beschäftigungssicherung bis einschließlich Juli 2023 geeinigt. Gegen Lohnzugeständnisse der verbleibenden Beschäftigten sicherte Opel zu, den Stamm in den deutschen Standorten von bislang rund 19.000 Menschen nur um 3700 zu vermindern, auf freiwilliger Basis über die verschiedenen Abfindungs- und Vorruhestandsprogramme. (dpa)

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