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Flughafen-Mitarbeiter sind auf dem Weg zu einer Kundgebung am Frankfurter Flughafen.

Nach Warnstreiks

Wieder Tarifgespräche für Flughafen-Sicherheitsleute

Die Folgen der Warnstreiks waren für Zehntausende Passagiere spürbar. Jetzt wird über die Löhne für die privaten Sicherheitsleute an deutschen Flughäfen wieder verhandelt.

Nach mehreren Warnstreiks an den Flughäfen gehen heute in Berlin die Tarifverhandlungen für das Luftsicherheitspersonal weiter. Die Arbeitgeber hatten angekündigt, ihr bisheriges Angebot aufzustocken und damit eine Streikpause herbeigeführt.

Die privaten Sicherheitsdienste sind für die Kontrolle von Passagieren und Fracht zuständig. Die Gewerkschaft Verdi verlangt mehr Geld für die 23.000 Beschäftigten bundesweit. Der Stundenlohn für die Mitarbeiter an der Passagierkontrolle soll von etwa 17 Euro auf 20 Euro steigen. An die die Stelle regionaler Tarifverträge soll ein bundesweiter Abschluss treten.

Welches Angebot der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) vorlegen wird, war vor der Fortsetzung der Verhandlungen unklar. Das jüngste sei nicht „unser finales Angebot“, sagte eine Sprecherin der Arbeitgeber am Dienstag. Es sei aber auch auf Gewerkschaftsseite Bewegung nötig. „Verdi muss abrücken von 20 Euro für alle“, fügte sie hinzu.

Schließlich gehe es um drei Berufsgruppen mit unterschiedlichen Qualifikationen, die im Luftsicherheitsgesetz definiert seien. Die eine Gruppe kontrolliere Passagiere und deren Gepäck, die zweite Zugänge und Zufahrten an den Flughäfen und die dritte Fracht, Post und Catering für die Flugzeuge, erläuterte die BDLS-Sprecherin.

Verdi hatte sich zuletzt zuversichtlich gezeigt, dass es bald eine Einigung geben könnte. Verdi und der Deutsche Beamtenbund hatten mehrere Flughäfen mit Warnstreiks teilweise lahmgelegt. Hunderte Flüge fielen aus, Zehntausende Passagiere waren betroffen. (dpa)

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