Medientechnik

Fresenius wieder gesund

Der Gesundheitskonzern Fresenius steigert seinen Umsatz und setzt sich höhere Ziele.

Nach dem turbulenten Geschäftsjahr 2018 kommt Gesundheitskonzern Fresenius wieder in Gang. Im zweiten Quartal hat der Medizintechnik-Konzern aus Bad Homburg seinen Umsatz deutlich gesteigert und steckt sich nun auch für das Gesamtjahr 2019 höhere Ziele.

Während zwischen April und Juni 8,8 Milliarden Euro und damit acht Prozent mehr als im zweiten Quartal des Vorjahres erlöst wurden, hakte es beim Gewinn. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis lag bei 1,12 Milliarden Euro und damit fünf Prozent unter dem Vorjahreswert, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Unter dem Strich blieb mit 471 Millionen Euro ein Prozent mehr Gewinn hängen als zuvor. Fresenius traut sich nun auch auf das Jahr gesehen mehr zu. Der Umsatz soll 2019 um vier bis sieben Prozent steigen, zuvor waren drei bis sechs Prozent Wachstum angepeilt worden.

Die Tochter Fresenius Medical Care (FMC) erfüllte zwar dank gut laufender Geschäfte mit Heimdialyseprodukten für Nierenkranke nahezu die Umsatzerwartungen – meldete jedoch einen Gewinneinbruch. Nach starken Vergleichszahlen aus dem Vorjahr ging das operative Ergebnis des Dialysespezialisten um 63 Prozent auf 521 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn sogar um knapp drei Viertel auf 254 Millionen Euro.

2018 hatte Dax-Konzern Fresenius Probleme in der Krankenhaussparte Helios. Bei FMC belastete das Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen die Zahlen. Fresenius kündigte daher ein „Übergangsjahr“ an, um mit Milliarden-Investitionen die Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. „Unsere Investitionen in künftiges Wachstum laufen wie geplant“, sagte Fresenius-Chef Stephan Sturm. (dpa)

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