1. Startseite
  2. Wirtschaft

Wie es unseren Nachbarn geht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Luttmer

Kommentare

Angesichts der hohen Inflation demonstrierten am Mittwoch in Griechenland bei landesweiten Streiks viele Menschen für höhere Löhne.
Angesichts der hohen Inflation demonstrierten am Mittwoch in Griechenland bei landesweiten Streiks viele Menschen für höhere Löhne. © dpa

In Deutschland herrschen Inflation, Rezessions- und Abstiegsängste. Und in anderen EU-Ländern? Ein Überblick.

Europa steckt in einer schweren Krise. Der Ukraine-Krieg ist eine menschliche und politische Katastrophe für den Kontinent – und auch eine große wirtschaftliche Herausforderung, nicht nur, aber vor allem wegen der stark gestiegenen Energiepreise. In Deutschland droht eine Rezession, die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr noch mit einem kleinen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent, im kommenden Jahr aber mit einem Minus von 0,4 Prozent. Viele Ökonominnen und Ökonomen befürchten erhebliche und permanente Wohlstandsverluste in Deutschland.

Mit milliardenschweren Entlastungspaketen für private Haushalte und Unternehmen versucht die Regierung, dem Negativtrend etwas entgegenzuhalten. Die Gewerkschaften fordern angesichts der hohen Inflation von zuletzt 10,9 Prozent deutliche Lohnzuwächse.

Plakate der Regierung in Budapest beklagen: „Wir werden durch die EU-Sanktionen bestraft“.
Plakate der Regierung in Budapest beklagen: „Wir werden durch die EU-Sanktionen bestraft“. © AFP

Das ist die kurz gefasste Lage in Deutschland. Aber wie sieht es eigentlich in anderen europäischen Ländern aus? Wie entwickeln sich die Ökonomien, wie helfen die Regierungen ihren Bürgerinnen und Bürgern? Die FR hat bei ihren Korrespondenten in mehreren Ländern Europas nachgefragt.

Ein Blick über die Grenze:

Die Inflation ist hoch in Dänemark. Die Regierung reagiert mit umfassenden Hilfspaketen.

Die Regierung in Ungarn setzt auf Preisbremsen für Eier und Kartoffeln - und auf den Sündenbock in Brüssel.

Im September kam es in Italien erstmals zu Protesten wegen hoher Gas- und Stromrechnungen. Auch sonst hat die Regierung von Giorgia Meloni viel zu tun.

Die Regierung in Frankreich folgt dem Prinzip „Koste es, was es wolle“. Die Maßnahmen sind teuer.

Griechenland hat frühzeitig auf LNG-Terminals gesetzt. Das zahlt sich für die Regierung in Athen nun aus.

In Spanien liegen die Strom- und Gaspreise auf Vorkrisenniveau. Und sonst?

Auch interessant

Kommentare