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Landesbank

WestLB erneut auf Partnersuche

Die WestLB will nach der Gründung einer Bad Bank erneut auf Partnersuche unter den Landesbanken gehen. Sie strebt einen Zusammenschluss an.

Düsseldorf. Die WestLB will nach der Gründung einer Bad Bank erneut auf Partnersuche unter den Landesbanken gehen. Vorstandschef Dietrich Voigtländer sagte am Samstagabend in Düsseldorf, dass die nordrhein-westfälische Landesbank einen Zusammenschluss mit einer anderen Bank anstrebe.

Favorisiert werde dabei unverändert eine Lösung im Lager der Landesbanken. Zunächst werde die WestLB aber ihre Hausaufgaben erledigen. Die WestLB soll Anfang 2010 in eine gesunde Kernbank und eine Bad Bank für schlechte und nicht mehr zum Kerngeschäfte gehörende Papiere aufgespalten werden. Die drittgrößte deutsche Landesbank will auf diese Weise Ballast im Volumen von 85 Milliarden Euro loswerden.

Voigtländer geht davon aus, dass das neue WestLB-Hilfspaket in den nächsten Tagen und Wochen die erforderliche Zustimmung der Gremien finden wird. Der Bund hat eine Kapitalspritze von bis zu 4 Milliarden Euro für die gesunde Kernbank angekündigt. Die WestLB-Eigentümer - das Land Nordrhein-Westfalen und die NRW-Sparkassen - garantieren eine Milliarde Euro für die Bad Bank und müssen darüber hinaus auch unerwartete Verluste der Bad Bank übernehmen.

Die Sparkassen beraten nach dpa-Informationen an diesem Montag diese Eckpunkte. In zwei Sonderverbandsversammlungen in Düsseldorf und in Kamen geht es um eine grundsätzliche Zustimmung zu diesem Weg. Wenn Vertragsdetails vorliegen, könnten die Verbände im Dezember erneut darüber beraten. Die NRW-Sparkassen hatten lange Zeit weitere Belastungen abgelehnt.

Die WestLB ist die erste Bank Deutschlands, die mit Staatshilfe eine Bad Bank gründet. Bislang gibt es allerdings keine Ankündigungen anderer Landesbanken. Das hält Nordrhein-Westfalens Finanzminister Helmut Linssen (CDU) für möglich. "Ich würde mich nicht wundern, wenn sich auch andere Landesbanken mit dem Gedanken anfreunden würden, diesen Weg zu gehen", sagte er vor mehreren hundert Geschäftskunden der WestLB, die die Bank zu einem Weihnachtskonzert eingeladen hatte.

Die WestLB hat bereits mehrere Anläufe zu einer Fusion mit einer der anderen sechs deutschen Landesbanken unternommen. Großer Favorit für die WestLB-Eigentümer war zuletzt die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Sparkassen auf Helaba-Seite fürchteten dem Vernehmen nach damals aber versteckte Risiken in den WestLB-Büchern. Aber auch die Landesbank Baden-Württenberg (LBBW) war bereits von der WestLB als möglicher Partner umworben worden. Die WestLB muss nach Auflagen der europäischen Wettbewerbshüter wegen früheren Hilfen um die Hälfte verkleinert und bis Ende 2011 mehrheitlich verkauft werden. Die WestLB-Eigentümer wollen den Prozess Mitte 2010 starten. In einem Bieterverfahren könnten auch private Investoren zum Zuge kommen.

Neben der WestLB wurden auch die LBBW, die BayernLB und die HSH Nordbank in der Finanzkrise von ihren Eigentümern massiv gestützt. Deshalb stehen auch sie vor massiven Einschnitten. Diese vier Landesbanken müssen zusammengenommen Geschäfte von mehr als einer halben Billion Euro abbauen. Nach den Spar- und Umbauplänen bauen sie außerdem insgesamt mehr als 10 000 Stellen weltweit ab. Ein Teil der Stellen soll bei Investoren erhalten bleiben, die Geschäfte erwerben können. (dpa)

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