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Rund zwei Drittel aller Studierenden jobben nebenher.

Studierende

Wenn der Studi-Job auf Eis liegt

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Studentenwerke fordern staatliche Hilfen für die Studierenden, denn viele verlieren gerade ihre Jobs.

Für Lisa Meier brechen unsichere Zeiten an: Die 22-jährige Studentin stockt ihr Bafög mit einem Minijob auf – doch der könnte bald wegbrechen. Denn das Café, in dem die Göttingerin arbeitet, hat wegen des Coronavirus vorerst geschlossen. Allein dürfte Lisa Meier damit nicht sein. Ein Blick auf die Zahlen der letzten Sozialerhebung der Studentenwerke von 2017 zeigt, dass 69 Prozent der Studierenden in Deutschland einen Nebenjob haben. In vielen Fällen dürften sie keinen Anspruch auf Entgeldersatzleistungen wie das Kurzarbeitergeld haben, befürchtet man beim Deutschen Studentenwerk.

Nach Einschätzung von dessen Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde profitieren Studierende nur vom Kurzarbeitergeld, wenn sie mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten und damit sozialversicherungspflichtig und im Status von Teilzeitstudierenden sind. Wegen des sogenannten Werksstudentenprivilegs gelten Immatrikulierte aber auch bei einem Einkommen zwischen 450 und 1300 Euro und einer wöchentlichen Arbeitszeit von unter 20 Stunden als Vollzeitstudierende. Diese seien von der Sozialversicherungspflicht befreit – weshalb sie auch kein Kurzarbeitergeld beziehen können, wie Meyer auf der Heyde erklärt. Geringfügig Beschäftigte mit bis zu 450 Euro Monatseinkommen haben laut Bundesagentur für Arbeit ohnehin keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Zugleich gilt: Je länger die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen für Geschäftstreibende anhalten, desto eher werden Arbeitgeber die Notbremse ziehen. „Wenn sich Studierende durch Jobs finanzieren und nun ihre Anstellung verlieren, muss man auch für sie Hilfen auflegen“, betont Achim Meyer auf der Heyde gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Über einen Punkt muss sich Studentin Lisa Meier aber wohl nicht sorgen: Ihre Haupteinkommensquelle ist das Bafög – doch einige für die Fortführung der Studienfinanzierung ab April nötige Klausuren konnte sie nicht schreiben, weil wegen des Coronavirus Prüfungen abgesagt wurden. „Auch schon vor Corona stellt die Verschiebung einer Prüfung durch die Hochschule einen schwerwiegenden Grund für die Verzögerung der Ausbildung dar, der eine Verlängerung der Bafög-Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus rechtfertigen kann“, stellt Meyer auf der Heyde klar. Sein Rat: Sich mit dem Bafög-Amt in Verbindung setzen.

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