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Spektakulärer Betrugsfall

Wenn der Banker mit der Stewardess

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mitarbeiter der Bundesbank und Stewardessen der Lufthansa. Sie sollen in großem Stil falsche Euro-Münzen in Umlauf gebracht haben.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat mutmaßlich einen spektakulären Betrugsskandal mit Euro-Münzen aufgedeckt. Unter anderem sollen Flugbegleiter der Lufthansa dabei geholfen haben, seit 2007 ausrangiertes Münzgeld bei der Bundesbank in gültige Euros einzutauschen. Bei Razzien in zehn Wohnungen und Geschäftsräumen in Hessen wurden sechs Personen festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Bis auf zwei Ausnahmen seien die Beschuldigten chinesischer Herkunft. Gegen die Tatverdächtigen laufe ein Ermittlungsverfahren wegen Betrug und „Inverkehrbringen von Falschgeld“. Die Staatsanwaltschaft sprach von 29 Tonnen Münzen mit einem Nennwert von sechs Millionen Euro.

Nach Angaben der Staatsanwälte haben die Verdächtigen zerstörte Ein- und Zwei-Euro-Münzen aus China zurück nach Deutschland geschmuggelt und wieder zusammengesetzt. Dann hätten sie die Münzen bei der Bundesbank eingereicht und im Gegenzug gültiges Geld erhalten. Laut Staatsanwaltschaft kontrolliert die Bank, die als einzige Zentralbank Europas beschädigte Münzen kostenfrei ersetzt, den Wert abgegebener Euros durch Wiegen. Bei den Razzien fanden die Ermittler insgesamt drei Tonnen Münzteile und eine Maschine zum Zusammenbau von Münz-Ring und Münz-Innenteil („Pille“).

Die Bundesbank erklärte, ihr sei das Ermittlungsverfahren bekannt. Sie sei weder an der Entwertung der Münzen noch am Metall-Recycling beteiligt. Laut Staatsanwaltschaft besteht kein Tatverdacht gegen Mitarbeiter der Zentralbank. Ein Sprecher der Lufthansa sagte, die Fluggesellschaft sei von den Behörden über die Ermittlungen gegen einzelne Mitarbeiter informiert worden. (rtr)

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