Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Einkaufsmanager-Index für die Privatwirtschaft in der Euro-Zone sank um 0,4 auf 51,5 Punkte.
+
Der Einkaufsmanager-Index für die Privatwirtschaft in der Euro-Zone sank um 0,4 auf 51,5 Punkte.

Weltwirtschaft Deutschland

Weltwirtschaft verliert an Dampf - Deutschland nicht

Der Weltkonjunktur droht am Ende des Jahres die Puste auszugehen: Sowohl in der Euro-Zone als auch in China verlor die Wirtschaft im November an Fahrt. Gegen den Abwärtstrend stemmte sich Deutschland, wo die Geschäfte der Industrie so kräftig wuchsen wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Der Einkaufsmanager-Index für die Privatwirtschaft in der Euro-Zone sank um 0,4 auf 51,5 Punkte, wie das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilte. Ökonomen hatten hingegen einen Anstieg auf 52,0 Zähler erwartet. Das Barometer hielt sich damit den fünften Monat in Folge über der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum anzeigt.

"Der zweite Rückgang in Folge zeigt nicht nur, dass die EZB mit ihrer jüngsten Zinssenkung auf ein Rekordtief richtig gehandelt hat", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Überdies könnte die nachlassende Dynamik die Rufe nach weiteren Konjunkturhilfen lauter werden lassen, um die Euro-Zone vor einem erneuten Rückfall in die Rezession zu bewahren."

Quälend langsam

Bergauf gehe es derzeit nur in Deutschland. "Frankreich dürfte hingegen immer deutlicher die Rolle des 'kranken Mannes in Europa' zukommen", so Williamson. "Hier schrumpfte die Wirtschaftsleistung wieder." In den anderen Ländern zeichne sich Stagnation ab. "Die Erholung bleibt quälend langsam", sagte Commerzbank-Ökonom Christoph Weil. Das Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone war im dritten Quartal zum zweiten Mal in Folge gewachsen, allerdings nur noch um 0,1 Prozent.

Markit zufolge senkten die Unternehmen ihre Verkaufspreise im November wieder schneller, obwohl ihre Kosten so kräftig stiegen wie seit über einem Jahr nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihre Zinssenkung auf 0,25 Prozent mit dem Hinweis auf die Gefahr einer Deflation begründet - also einem Preisverfall auf breiter Front. Nach den Worten von EZB-Ratsmitglied Christian Noyer ist das Deflationsrisiko derzeit zwar "sehr gering", doch könne die EZB notfalls noch mehr tun. "Es bleiben viele Instrumente verfügbar", schrieb Noyer in einem Gastkommentar für das "Wall Street Journal".

Deutschland macht Dampf

Deutlich besser als im Rest der Währungsunion läuft es in Deutschland. Neben der Industrie befinden sich auch die Dienstleister im Aufwind. "Unsere Daten deuten darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2013 noch einmal mächtig Dampf macht", sagte Markit-Experte Tim Moore - zumal die Wirtschaft den stärksten Anstieg der Aufträge seit zweieinhalb Jahren meldet. "Damit stehen die Chancen gut, dass sich der Aufschwung auch in den kommenden Monaten fortsetzt."

Am Freitag wird das viel beachtete Ifo-Geschäftsklima für Deutschland erwartet. Experten rechnen auch hier mit einem leichten Anstieg. Die befragten Top-Manager dürften sowohl die Lage als auch die Perspektiven für die nächsten sechs Monate besser einschätzen.

In China fiel der Einkaufsmanager-Index der Großbank HSBC, der auf einer Umfrage unter vorwiegend kleinen und mittelständischen Privatfirmen basiert, unterdessen um 0,5 auf 50,4 Punkte. Damit verfestigt sich die Erwartung, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im vierten Quartal an Dynamik verlieren könnte. China werde aber in diesem Jahr das Wachstumsziel von 7,5 Prozent erreichen, sagte Ministerpräsident Li Keqiang. (Reuters)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare