Blutspenden

Welle der Solidarität

  • schließen

Der Aufruf zum Blutspenden zeigte Wirkung.

Auch in Corona-Zeiten spenden die Deutschen Blut. „Wir haben eine Welle der Solidarität erfahren, das war beeindruckend“, berichtet Patric Nohe, Sprecher des Blutspendediensts beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Zu Beginn der Corona-Krise habe man sich mengenmäßig am unteren Rand bewegt. Deshalb sei es wichtig gewesen, dass viele dem Aufruf des DRK gefolgt seien – vor allem viele junge Menschen und Erstspender hätten sich bundesweit gemeldet. Dadurch habe sich die Lage stabilisiert.

Nohe hofft darauf, dass das Engagement auch weiter anhält, denn Blutkonserven haben eine geringe Haltbarkeit: Sie lassen sich nur 42 Tage aufbewahren: da kann man keine langfristigen Puffer aufbauen. Der Blutspendedienst des DRK deckt rund 75 Prozent der Versorgung in Deutschland ab.

Laut Nohe gibt es in der Corona-Pandemie bislang keinen Mehrbedarf an Blut; der Großteil der Konserven werde weiter für chronisch Kranke, Krebstherapien, Transplantationen oder Unfälle benötigt. Da könne man aber keinen Aufschub dulden. An jedem Werktag in Deutschland müssen laut DRK mindestens 15 000 Blutspenden gewonnen werden, um die Versorgung schwerkranker Patienten in den Kliniken zu gewährleisten.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die Übertragung des Virus über das Blut nicht anzunehmen. Für die Empfänger von Blutpräparaten besteht also kein Ansteckungsrisiko. Auch für die Sicherheit beim Spenden sei gesorgt, sagt Nohe, alle Hygienevorschriften würden eingehalten, am Eingang werde die Temperatur gemessen. Wer in einem Risikogebiet war oder Symptome zeige, dürfe aber nicht kommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare