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Der Frankfurter Flughafen gilt als Wachstumstreiber in Hessen.
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Der Frankfurter Flughafen gilt als Wachstumstreiber in Hessen.

Konjunktur in Hessen

Weiche Landung

Die Landesbank Helaba sieht Dienstleistungen auch 2011 als Stütze der hessischen Konjunktur. Konkret erwarten die Volkswirte in dem Bundesland ein Wachstum von zwei Prozent.

Von Christine Skowronowski

Im zartbitteren Konjunkturausblick der Helaba fällt aus der Konfektschachtel der Landesbank-Ökonomen für Hessen ein süßer Trüffel ab. Die Volkswirte mit Gertrud Traud an der Spitze haben sich in der Vorweihnachtszeit unter die Chocolatiers begeben. Globales Gesamturteil mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit von 65 Prozent im nächsten Jahr: Vielfalt in Zartbitter. Positives Alternativszenario mit einer Chance von allerdings nur 25 Prozent: Champagner-Trüffel, der Aufschwung hält unvermindert an.

Heruntergebrochen auf Hessen klingen die für realistisch gehaltenen Perspektiven nicht skeptisch. Die „besonders gewichtige“ Dienstleistungsbranche dürfte laut Helaba 2011 die wirtschaftliche Abschwächung abfedern. Konkret erwarten die Volkswirte in dem Bundesland ein Wachstum von zwei Prozent. Dies wäre somit zwar geringer als für 2010 angenommen (siehe Grafik). Aber damit läge Hessen im Trend. Für Deutschland veranschlagen die Experten den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts ebenfalls auf abgeschwächte zwei Prozent.

Hessen profitiere vom einzigartigen Branchenmix, der vor allem vom Süden geprägt sei. „Kein anderer Regierungsbezirk Deutschlands kann ein bedeutendes Finanzzentrum, einen internationalen Flughafen und einen Messestandort gleichzeitig vorweisen“, gibt sich die Landesbank Hessen-Thüringen patriotisch.

Das habe sich auch in Krisenzeiten bewährt. Beleg: Auf dem Höhepunkt im Oktober 2009 habe die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten das Vorjahresniveau „nur“ um 0,8 Prozent unterschritten.

Aber die wirtschaftliche Struktur in Hessen hat auch einen Haken. Motor des momentanen Aufschwungs ist die Industrie – und in diesem Punkt ist Hessen unterbelichtet. Die Folge: Das geschätzte Wachstum für dieses Jahr dürfte unter dem Bundesschnitt liegen. Haben sich die Helaba-Experten gnadenlos zuungunsten von Hessen verschätzt, gibt’s Champagner für alle.

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