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Weibliche Reize

  • Sigrid Meuselbach
    VonSigrid Meuselbach
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Wer damit wuchert, schadet sich im Job

Die gibt’s nur im Herrenmagazin. Aber es muss kein Badedress sein, um Männer und Manager verrückt zu machen. Ein enger Rock, schlanke, feinbestrumpfte Waden, und offenes Haar, das wie ein tropischer Wasserfall auf einen Tick zu viel Dekolleté fällt – und schon mutiert ein Meeting zum Testosteron-Tollhaus. „Sollen sich die Kerle doch zusammenreißen“, werden manche Frauen lamentieren: „Sie werden fürs Business und nicht fürs Anhimmeln bezahlt. Ich lasse mir meine Weiblichkeit nicht verbieten. Und wenn sie mir hilft, zu kriegen, was ich will …“

Natürlich hat dieses Denken auch recht. Am Arbeitsplatz hat Sex nichts zu suchen. Aber es übersieht die Natur des Menschen als sexuelles Wesen. Männer reagieren auf weibliche Reize mit dem Reptilienhirn. Die Pupillen weiten sich, die Brust schwillt an und der Organismus schaltet auf Balz. Da können harte Feministinnen noch so sehr auf die Barrikaden steigen – dieser Ur-Impuls ist unumstößlicher Fakt.

Nicht nur deshalb ist dieses Denken auch ein Holzweg. Ob Frauen Männer mit sexy Outfit in innere Konflikte mit Korrektheit und Konzentration zwingen oder ob Anzugträger einer dezent gekleideten Frau mit Anzüglichkeit begegnen: Beides schadet der Arbeit und dem Betriebsklima. Beides ist gleichermaßen falsch.

Und dass „sie“ kriegen, was sie wollen? Auch hier Pustekuchen: Klar, wird frau öfter jemanden finden, der einer aufgedonnerten Sexbombe ein Extrazückerchen schenkt. Oft genug aber wird diese Kollegin nicht ernstgenommen. Sie verliert das Rennen um einen verantwortungsvollen Job oder eine Beförderung, weil man unterstellt, sie würde den Männern doch nur den Kopf verdrehen.

Schon wieder die Männer, die mit starken und schönen Frauen nicht klarkommen? Irrtum: Personalabteilungen sind oft weiblich dominiert. Und wo unbelehrbare Chauvis vom „Hochschlafen“ munkeln, sind weiblicher Neid und Stutenbissigkeit nicht viel edelmütiger. Unter dem Strich schaden Frauen sich und ihrer Karriere, wenn sie mit ihren weiblichen Reizen wuchern. Das ist praktisch bewiesen und durch Studien belegt.

Sicher: Die Kleiderordnung im Big Business ist eine andere als im Kaufhaus oder hinterm Kneipentresen. Global gilt aber das Gleiche. Mit korrekter Kleidung tut sich eine Frau den größten Gefallen – und hilft nicht nur Männern, sondern auch anderen Frauen, sie nicht auf ihre Optik zu reduzieren.

Die Autorin ist Karriereberaterin und Trainerin.

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