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Die IG Metall hat die Beschäftigten beim Autobauer Porsche zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.
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Die IG Metall hat die Beschäftigten beim Autobauer Porsche zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Porsche und ZF

Warnstreiks in der Metallindustrie

Die Gewerkschaft IG Metall erhöht den Druck auf die Metallarbeitgeber. Sie ruft zu größeren Warnstreiks in Brandenburg und Baden-Württemberg auf.

Die Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie spitzt sich langsam zu. Die IG Metall ruft an diesem Donnerstag zu ersten größeren Warnstreiks auf.

In Stuttgart planen am Vormittag mehr als 1000 Beschäftigte der Volkswagen-Tochter Porsche einen Warnstreik. In Brandenburg rechnet die Gewerkschaft mit 600 Teilnehmern bei Arbeitsniederlegungen beim Getriebehersteller ZF in Brandenburg an der Havel (10 Uhr).

Porsche-Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück sagte, die jetzige Haltung des Arbeitgeberverbandes provoziere die Belegschaft. „Heulen gilt nicht, denn die wirtschaftliche Lage ist intergalaktisch. Die Metall- und Elektroindustrie hat noch nie so viel Gewinn gemacht. Deshalb gibt es nur eine passende Antwort: Warnstreiks.“

Bei ZF in Brandenburg an der Havel ist laut Mitteilung der erste Warnstreik im Tarifbezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen geplant. Es sei nicht akzeptabel, dass die Ost-Metaller bei gleicher guter Leistung drei Stunden länger pro Woche arbeiten müssten, sagte Bezirksleiter Olivier Höbel.

In Deutschlands Schlüsselindustrie sind insgesamt 3,9 Millionen Menschen beschäftigt. Der Arbeitgeber Südwestmetall verurteilte den Aufruf zu den befristeten Arbeitsniederlegungen. Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick sagte: „Streiks dürfen nur das letzte Mittel sein, wenn Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen.“ Die Gewerkschaft habe es aber bisher nicht einmal für nötig erachtet, am Verhandlungstisch ein Angebot zu den Vorschlägen der Arbeitgeber zu machen. Bereits am Dienstag hatte es erste Warnstreiks in Hannover und Salzgitter gegeben.

Die Arbeitgeber hatten bislang ein Lohnplus von zwei Prozent im April angeboten, zudem eine Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März. Die IG Metall fordert bundesweit sechs Prozent mehr Geld und das Recht auf eine vorübergehende Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden. Dabei sollen bestimmte Gruppen - etwa Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder und Angehörige von Pflegebedürftigen - einen Teillohnausgleich erhalten.

Weitaus größere Aktionen mit Tausenden Teilnehmern sind für die kommende Woche geplant. Die Friedenspflicht in der deutschen Schlüsselindustrie ist mit dem 31. Dezember abgelaufen. (dpa) 

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