Karriere

Ran an die Wäsche!

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Worauf Frauen bei der Partnerwahl achten sollten.

Und der Mann ist nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen.“ Dieser starke Tobak stammt von Paulus, der um 55. n. Chr. den Korintherbrief, seinen Kanzelhit, verfasst hat. Natürlich wusste er es damals nicht besser. Schließlich erzählt schon die Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments:   Adam kam vor Eva auf die Welt, und Eva hat uns die Schlange im Apfelbaum eingebrockt.

66 und 81 Prozent: Die erste der beiden Zahlen des Instituts Allensbach aus dem Jahr 2013 beziffert die Frauen, die sich neben dem Job mehr männliche Unterstützung zu Hause wünschen. Die zweite, höhere Zahl meldet, wie viele Männer zwischen 18 und 44 immer noch glauben, dass Frauen Hausarbeiten „einfach besser machen“. Und Männer sind ja so flott darin, aus einem vermuteten Können ein definitives Sollen zu zaubern.

In fast 2000 Jahren seit Paulus haben wir Menschen es auf den Mond geschafft, nicht aber, den antiken Muff aus den Köpfen zu kriegen. Deshalb die Preisfrage: Was ist die wichtigste Karriereentscheidung einer Frau? Die beste Ausbildung, das lukrativste Studienfach? Das erste Unternehmen? Auslandserfahrung, Führungsbereitschaft? Alle wichtig, aber die herausragende Entscheidung fällt auf dem Standesamt und zeigt sich am Küchentisch.

Die Harvard-Managementexpertin Rosabeth Moss Kanter soll auf die Frage, was Männer tun könnten, damit Frauen in Führung gehen, lapidar geantwortet haben: „die Wäsche“. Die Facebook-Chefin Sheryl Sandberg bestätigt das: Die wichtigste Karriereentscheidung einer Frau ist, ob sie einen Lebenspartner haben will und wer dieser ist. Das sagt alles und ist so wahr, wie Wasser nass ist. Natürlich ist es mit Staubsaugen und Pausenbroten längst nicht getan. Unterstützung heißt auch, die Männerkarriere für eine Zeit zu parken, damit die Frau auf die Überholspur kommt. Der Mann als Mercedes mit eingebauter Vorfahrt gehört in die Mottenkiste – was die Gattenwahl nicht eben vereinfacht. Schließlich kommt zur gewünschten Basiskonfiguration jetzt auch noch die Aufstiegskompatibilität hinzu.     

Heute müssen sich Frauen den Karriererückhalt, den Männer in der Familie erhalten, meist noch extern besorgen. Deshalb gilt: Augen auf bei der Partnerwahl. Es ist schwer aus einem Saulus einen Paulus zu machen, wenn man nicht Wasser in Wein verwandeln kann.

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