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Konkurs

Vulkan-Verfahren am Ende

  • VonEckhard Stengel
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Eine folgenschwere Firmenpleite bleibt letztlich ohne strafrechtliche Konsequenzen: 14 Jahre nach Konkurs endet der Prozess ungewöhnlich. Von Eckhard Stengel

Bremen. Eine folgenschwere Firmenpleite bleibt letztlich ohne strafrechtliche Konsequenzen: Fast 14 Jahre nach dem Konkurs des Bremer Vulkan-Werftenverbundes hat das Landgericht Bremen das Untreue-Strafverfahren gegen den damaligen Konzernchef Friedrich Hennemann (73) und zwei seiner Vorstandskollegen eingestellt. Mit den vorhandenen oder noch zu erlangenden Beweismitteln sei eine Verurteilung nicht mehr wahrscheinlich, teilte am Freitag ein Justizsprecher mit.

In erster Instanz hatte das Landgericht 2001 noch zweijährige Bewährungsstrafen wegen besonders schwerer Untreue verhängt. Laut Urteil hatten die Werftmanager "billigend in Kauf genommen", dass der Vulkan-Konzern nach der deutschen Wiedervereinigung 854 Millionen D-Mark (437 Millionen Euro) an Beihilfen der Berliner Treuhandanstalt nicht für die ostdeutschen Vulkan-Töchter MTW in Wismar und Volkswerft Stralsund verwendete, sondern zunächst zur Deckung des Vulkan-Liquiditätsbedarfs einsetzte, ohne das Geld gegen Insolvenz abzusichern. So gingen die Beihilfen durch den Vulkan-Konkurs 1996 verloren.

Der Bundesgerichtshof hob das Urteil 2004 auf und verwies den Fall wegen Rechtsfehlern an eine andere Bremer Strafkammer zurück. Die 3. Wirtschaftsstrafkammer beschloss nun, das Verfahren wegen außergewöhnlicher Umstände einzustellen. Weil der BGH neue Beurteilungsmaßstäbe aufgestellt habe, sei eine Verurteilung nicht mehr wahrscheinlich.

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