Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kommt das Weihnachtspaket noch rechtzeitig?
+
Kommt das Weihnachtspaket noch rechtzeitig?

Kommentar zu Amazon

Volle Breitseite gegen Amazon

  • VonStefan Sauer
    schließen

Streiks im Weihnachtsgeschäft sind für Arbeitgeber besonders schmerzhaft. Amazon bekommt das gerade zu spüren - und daran ist der Konzern selbst schuld.

Ein Streik kurz vor der Weihnachtszeit ist für jeden Händler der Horror schlechthin. Je nach Angebotspalette erzielen Einzelhändler zwischen 25 und 50 Prozent ihres Jahresumsatzes im November und Dezember. Das ist beim weltgrößten Versandhändler  Amazon nicht anders. So nimmt es nicht wunder, dass der seit langem schwelende Konflikt zwischen Unternehmen und Arbeitnehmervertretern über eine angemessene Bezahlung der Amazon-Mitarbeiter von Verdi nun erneut angefacht wird. Arbeitsausstände im Advent können Amazon hart treffen. Genau das sollen sie aus Gewerkschaftssicht auch bewirken.

#gallery

Denn bisher hat sich der Konzern dem Ansinnen, seine Mitarbeiter nach dem hessischen Einzelhandelstarifvertrag zu entlohnen, strikt verweigert. Amazon zahlt in Eigenregie festgelegte Stundenlöhne, die um 1,67 Euro unter dem niedrigsten Einzelhandelstarif für Hilfskräfte liegen.  Begründung: Die Tätigkeiten bei Amazon seien denen im klassischen Einzelhandel nicht vergleichbar.

Einfach woanders kaufen

Wahr daran ist, das es bei Amazon kein Verkaufspersonal gibt und keine Kassenkräfte. Wahr ist aber auch, dass Amazon sich selbst nicht als Paketzustelldienst verstanden wissen möchte (wie ein klassisches Logistikunternehmen), sondern als digitales Allround-Kaufhaus und universeller Händler.  Wer aber Händler sein möchte, sollte seine Mitarbeiter auch entsprechend entlohnen, zumal das Unternehmen in Deutschland rasant wächst und ansehnliche Gewinne erzielt. Eine Beteiligung der Belegschaft am Erfolg ist mithin geboten, wobei sie ja auch nach dem Einzelhandelstarif nicht eben fürstlich entlohnt würde, sondern nur ein wenig besser.  

Für die Verbraucher kann der Amazon-Streik freilich zu verzögerten Zustellungen führen. Manches Geschenk könnte verspätet eintreffen. Je nach Standpunkt mag man sich darüber ärgern oder aber den Streikenden viel Erfolg wünschen.  Enttäuschungen unterm Weihnachtsbaum können Schenkende so oder so entgehen: Präsente gibt es schließlich auch woanders.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare