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Auf immer mehr Baustellen gehen die Fachkräfte aus.

Arbeitskräfte fehlen

Virus trifft auch Bauherren

Auf den meisten Baustellen wird noch gearbeitet, doch die Branche erwartet Verzögerungen durch die Coronakrise.

Die Coronakise betrifft immer mehr Bereiche. Allerdings sorgen die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus noch nicht überall für kompletten Stillstand. Auf den meisten Baustellen etwa wird nach wie vor gearbeitet. „Noch ist die Krise nicht konkret greifbar“, sagt Erik Stange vom Bauherren-Schutzbund. „Bauverzögerungen werden aber in den kommenden Wochen zu einem Problem werden.“ Private Bauherren sollten sich vorbereiten.

Grund für die Verzögerungen: Viele Unternehmer beschäftigten Arbeitskräfte aus den Nachbarländern, erklärt Stange. Aufgrund der neuen Lage an den Grenzen könnten derzeit viele nicht mehr wie gewohnt zur Arbeit kommen. Ein weiteres Problem zeichne sich bei der Materialversorgung ab. Der Baustoffhandel sei vielerorts geschlossen. „Da kommt es schnell zu Engpässen.“

Kann eine Baufirma ihre Leistung nicht erfüllen, muss der Bauherr eine sogenannte Behinderungsanzeige bekommen. „Das darf aber nicht nur ein kurzer Zweizeiler sein“, erklärt Rechtsanwalt Lars Markmann von der Arbeitsgemeinschaft Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltverein. Der Unternehmer müsse vielmehr genau erklären, warum sich die Arbeiten verzögern. Diese Behinderungsanzeige sollte im Zweifel von einem Experten geprüft werden.

Sollten durch Verzögerungen auch die vereinbarten Fertigstellungstermine in Gefahr geraten, muss der Bauherr das ebenfalls erfahren. Da die Situation derzeit für alle Beteiligten Unsicherheiten birgt, sollten Bauherren sich am besten mit ihrem Bauunternehmer in Verbindung setzen. „Dialog ist meist der beste Weg.“ (dpa)

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