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Zu viel gespart

  • VonStephan Kaufmann
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Europa kommt nicht aus der Wirtschaftsflaute raus - kein Wunder bei der allgegenwärtigen Sparfreude.

Um das Vertrauen der „Finanzmärkte“ genannten Geldanleger zu gewinnen, hat sich die Euro-Zone einem harten Spar-Diktat unterworfen. Seit Jahren streichen Regierungen Ausgaben für Gesundheit, Arbeitslose, Gehälter und Investitionen. Parallel erhöhen sie Steuern, vorzugsweise die Mehrwertsteuer. Die Folge ist ein breit angelegtes Ärmer-Werden, gerade in Südeuropa.

Gleichzeitig kommt Europa nicht aus der Wirtschaftsflaute. Kein Wunder bei der Sparfreude: Die „fiskalischen Impulse“ (Steuererhöhungen, Ausgabensenkungen) für sich haben die Wirtschaftsleistung von Griechenland zwischen 2010 und 2013 um 30 Prozent gedrückt, errechnet das Institut IMK. Für Portugal und Spanien betrage der Wert 20 Prozent, für Italien immer noch elf Prozent.

Nun rät die OECD zur Vorsicht beim Sparen. Zur Not würden Defizit-Ziele eben verfehlt und mehr Schulden als geplant gemacht.

Und was ist mit den berühmten „Märkten“, für die die Spar-Orgie ja organisiert wurde? Verlieren sie dann nicht das Vertrauen in Europa? Nein. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit ihrem Anleihekaufprogramm den Geldgebern eine effektive Garantie für ihre Euro-Investments gegeben. Da stellt sich schon die Frage: Wie viel Sparen hätte Europa sich sparen können, wie viele Jobs hätten erhalten, wie viel Armut vermieden und wie viele staatliche Investitionen getätigt werden können, wenn die EZB diese Garantie einfach schon 2010 ausgesprochen hätte und nicht erst 2012?

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