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Hatte Thoma zur Deutschen Bank geholt: Vorstandsvorsitzender Paul Achleitner.
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Hatte Thoma zur Deutschen Bank geholt: Vorstandsvorsitzender Paul Achleitner.

Deutsche Bank

Vertrauen verspielt

  • Markus Sievers
    VonMarkus Sievers
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Chefaufklärer Georg Thoma zieht mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus einem öffentlich betriebenen Mobbing. Aber der Rückzug ist auf für Deutsche Bank-Chef Achleitner eine Niederlage.

Mit Schlammschlachten auf der Führungsebene hat die Deutsche Bank Erfahrung. Unvergessen sind die Machtkämpfe zwischen Vorstandschef Josef Ackermann und seinem Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Börsig. Eigentlich wollte das Geldhaus in seinem Kulturwandel mit dieser Tradition brechen.

Doch erneut beschäftigten sich die Topleute des Instituts vor allem mit sich selbst und dem persönlichen Lieblingsgegner im eigenen Haus. Der Rücktritt von Chefaufklärer Georg Thoma beschädigt alle Verantwortlichen im Aufsichtsrat – schließlich zieht er damit die Konsequenz aus einem öffentlich betriebenen Mobbing.

Als Verlierer aber geht auch Aufsichtsratschef Paul Achleitner aus der Sache hervor. Er hatte den renommierten Wirtschaftsanwalt Thoma geholt und damit beauftragt, die vielen Skandale aufzuarbeiten. Achleitner selbst steht im Verdacht, die Aufklärung der Zinsmanipulationen nicht mit allzu großem Engagement unterstützt zu haben. Für die britische Finanzaufsicht war dies ein Grund, die Strafe für die Deutsche Bank zu erhöhen.

Natürlich kommen jetzt Beteuerungen, das Ausscheiden des unbequemen Aufklärers ändere nichts an der Entschlossenheit, konsequent aufzuräumen. Doch wieder einmal verspielt die Deutsche Bank Vertrauen, obwohl es ihr gerade daran mehr mangelt als an anderem. Die Verantwortung dafür trägt Achleitner, dem eine ungemütliche Hauptversammlung bevorsteht.

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