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Die Funklöcher sind auch ein aktuelles Wahlkampfthema: Wahlplakat des CDU-Politikers Ingo Senftleben in Brandenburg.

Netzabdeckung

Verdammt viele Funklöcher

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In zahlreichen Gemeinden sind die Bürger schlecht erreichbar.

Knapp 43 Prozent der gut 11 000 deutschen Städte und Gemeinden haben nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums Probleme mit Funklöchern. In 4688 Gemeinden sei keine flächendeckende Netzabdeckung mit dem Mobilfunkstandard LTE gewährleistet, heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Am schlechtesten mobil erreichbar sind demnach die Bewohner des Flächenlands Rheinland-Pfalz mit 1216 Gemeinden, gefolgt von Bayern mit 787 Gemeinden und Niedersachsen mit 450 Gemeinden. In Schleswig-Holstein fehlt 425 Gemeinden die flächendeckende LTE-Versorgung, danach folgen Thüringen mit 414, Baden-Württemberg mit 265, Mecklenburg-Vorpommern mit 250, Hessen mit 229 und Brandenburg mit 184 Gemeinden. Besser erreichbar ist man offenbar im bevölkerungsreichsten und sehr dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen, wo 172 Gemeinden mit Funkloch-Problemen gemeldet sind. In den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg werden keine Probleme gemeldet.

Beim schnellen Internet lässt das Verkehrsministerium die Spalten der westdeutschen Bundesländer leer. Die ostdeutschen Bundesländer plus Berlin kommen auf 2637 Gemeinden ohne flächendeckendes gigabitfähiges Internet, in denen die Netzgeschwindigkeit unter 1000 Megabit pro Sekunde liegt. Negativer Spitzenreiter ist Thüringen mit 847 Gemeinden gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 727. Die Statistik gibt keinen Aufschluss über Gemeindegrößen und stellt keinen Zusammenhang mit der Größe des Bundeslands her.

Der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Dietmar Bartsch, kritisierte, die Zahlen zeigten die Unfähigkeit der Bundesregierung: „Wenn in tausenden Kommunen Deutschlands kein flächendeckender LTE-Empfang und kein schnelles Internet verfügbar ist, ist das Ausweis eines Totalversagens der Bundesregierung im Bereich der Digitalisierung.“ Es gehe nicht um Zukunftstechnologie, sondern um einen Mobilfunkstandard, der seit Jahren flächendeckend vorhanden sein müsste. „So kann wirtschaftliche Entwicklung über die Metropolen hinaus nicht stattfinden. Es ist inakzeptabel, wenn Deutschland auf diesem Feld Entwicklungsland ist“, sagte Bartsch. Massive Investitionen seien notwendig.

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