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Garagen in Deutschland

Garage: Neben dem Auto darf fast nichts hinein - Hohe Strafen drohen

  • VonLucas Maier
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In Deutschland gibt es für fast alles eine Verordnung. Doch hätten Sie gedacht, dass Sie für den Inhalt Ihrer Garage ein Bußgeld bekommen könnten?

Kassel – In einer Garage darf man alles lagern, was dort Platz findet – oder etwa doch nicht? Ganz so einfach ist es in Deutschland natürlich nicht. Was neben dem Auto noch so in die Garage darf, ist ganz klar geregelt.

Bis auf Berlin und Nordrhein-Westfalen ist in allen Bundesländern in der Garagenverordnung (GaVo) festgehalten, was in die Garage darf und was nicht. In den zwei Ausnahmeländern finden sich diese Vorschriften in anderen Verordnungen wieder.

Garagen in Deutschland: Nur zum Abstellen des eigenen Autos gedacht

Die Verordnungen aller Bundesländer ähneln sich im Kern stark. Dort ist unter anderem festgehalten, dass Garagen nur zum Abstellen von Kraftfahrzeugen bestimmt sind.

Garagenstellplätze sind Flächen zum Abstellen von Kraftfahrzeugen in Garagen.

§1 Abs. 5 GaVo BaWü

Sonstige Dinge, die in der Garage gelagert werden, müssen einen Bezug zum Kraftfahrzeug selbst haben. In der Verordnung für Baden-Württemberg ist beispielsweise geregelt, dass neben den zulässigen Mengen an Kraftstoff auch andere brennbare Stoffe in diesen Garagen aufbewahrt werden dürfen, wenn sie zum Fahrzeugzubehör zählen oder der Unterbringung von Fahrzeugzubehör dienen.

Garage in NRW: Hobbyraum statt Auto - Mann musste Strafe zahlen

In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist das Garagenwesen in der Bauverordnung geregelt. Dass eine Garage weder als Hobbyraum noch als Lagerstätte genutzt werden darf, ist hier unter Paragraf 51 festgehalten. Hier heißt es: „Notwendige Stellplätze, Garagen und Fahrradabstellplätze dürfen nicht zweckentfremdet werden.“

Der Fall eines Mannes veranschaulicht die geltende Verordnung, wie der Verein Haus & Grund berichtet. Anstatt in der Garage sein Auto zu parken, richtete er sich dort im Jahr 2015 einen Hobby-Raum ein. Der Betroffene musste nicht nur seine Garage wieder freiräumen. Er musste auch eine Strafe zahlen. Ein Verwaltungsgericht setzte diese auf ganze 500 Euro fest.

Fahrräder in der Garage unerwünscht: Gericht tolleriert lediglich Kraftfahrzeuge

Dass ein Hobby-Raum und das Parken eines Autos grundverschiedene Dinge sind, leuchtet wahrscheinlich den meisten ein. Ein weiterer Fall zeigt allerdings, dass es auch absurder geht. Anfang des Jahres 2013 berief sich ein Amtsgericht in München (Bayern) sogar auf die „Reichsgaragenordnung“, wie Bild.de berichtet.

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Demnach entschied das Gericht, dass sogar Fahrräder nichts auf den Stellplätzen verloren hätten. Es handelt sich dabei ja nicht um Kraftfahrzeuge. Wie die Beispiele zeigen, ist eine Garage in Deutschland in erster Linie für das Auto bestimmt. Wer sich unschlüssig ist, sollte bei der zuständigen Ordnungsbehörde nachfragen. (Lucas Maier) *merkur.de und hna.de sind Teil von IPPEN.MEDIA.

Auch bei den Kosten für Garagen* gibt es einiges zu beachten. Zumindest wenn es um einen Fimenwagen geht.

Rubriklistenbild: © John Greim/IMAGO

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