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Maskenpflicht fällt: So reagieren Ikea, Rewe, Saturn und Co. - Was gilt jetzt in den Märkten?

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Von: Stella Henrich

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Immer mehr Einzelhandelsketten wollen vom kommenden Wochenende an von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und die Maskenpflicht abschaffen. Kunden können die Maske dann freiwillig tragen.

München − Zum 2. April laufen die aktuellen Maßnahmen aus. Ab dem 3. April gilt das neue Infektionsschutzgesetz und die Maske wird dann in fast allen Bundesländern freiwillig getragen. Zwar gibt es Ausnahmen wie in Bus und Bahn, in Krankenhäusern und in Pflegeeinrichtungen. Dort muss die Maske weiter getragen werden. Doch schon jetzt kündigen einige Einzelhändler an, ihre Kunden vom Tragen der Maske zu befreien. Und setzen verstärkt auf Eigenverantwortung.

Maskenpflicht fällt: So reagieren Ikea, Saturn, Rewe und Co.

Auf den Maskenzwang verzichten wollen MediaMarkt und Saturn, Ikea*, C&A, ECE (Betreiber von 200 Einkaufszentren, unter anderem Olympia-Einkaufszentrum München, Gesundbrunnen-Center Berlin), Douglas, Woolworth, Deichmann, Ernsting’s family, Thalia und Gerry Weber, wie Bild Online berichtet.

Der Textil-Riese KiK will von seinen Kunden hingegen die Maske weiter verlangen. Die Baumarkt-Kette OBI erklärt nach Angaben von Bild Online, sie wolle eine „Empfehlung“ aussprechen, Maske zu tragen. Auch die Elektronik-Riesen Saturn und MediaMarkt wollen das Masketragen empfehlen. Kunden können sie dann freiwillig tragen. Der Handelsriese Rewe erklärte, „die behördlichen Pandemie-Maßnahmen“ umzusetzen. Auch Aldi*Lidl* und Kaufland* wollten sich auf BILD-Anfrage nicht konkret äußern.

Maskentragen: Handelsverband setzt auf Eigenverantwortung

Der Handelsverband Bayern (HVB) setzt auf Eigenverantwortung und will seinen Mitgliedern Plakate zur Verfügung stellen, mit denen sie beispielsweise um freiwilliges Maskentragen bitten oder auch solche, mit denen sie per Hausrecht darauf bestehen können. HVB-Pressesprecher Peter Ohlmann geht aber nicht davon aus, dass Händler davon häufig Gebrauch machen. Dabei waren die Einzelhändler bis vor Kurzem noch sehr unentschlossen, wie sie mit dem Fallen der Maskenpflicht umgehen wollen.

Das Schild am Eingang weist auf das Tragen der Maske beim Einzelhändler hin.
Die Maskenpflicht endet, der Handel setzt auf Eigenverantwortung seiner Kunden. © Sven Simon/imago

So steht auch der bayerische Handel der Lockerung gespalten gegenüber, wie Geschäftsführer Bernd Ohlmann ausführt. Denn die Corona-Infektionszahlen steigen weiter - nicht nur in Bayern, sondern auch bundesweit - und gleichzeitig senkt die Politik den Schutz für Verkäufer und Käufer im Lande.

Schon jetzt drohen Kunden, online einzukaufen, wenn die Maske fällt

Ein Teil der Händler freue sich, dass die Maske „endlich weg“ komme, andere seien in Sorge, einen Teil der Kunden zu verlieren, wenn diese sich beim Einkaufen nicht sicher fühlten. „Wir hatten schon Kunden, die sich bei uns gemeldet haben, und gesagt haben: ‚Dann kaufe ich nur noch online ein‘“, berichtet Ohlmann von ersten aufgebrachten Reaktionen der Kundschaft.

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat „kein total perfektes Gefühl damit“*, dass die Masken in ganz Bayern fallen durch das neue Infektionsschutzgesetz. (sth) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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