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Deutschen Bahn: Änderung beim Ticket-Kauf - Was Sie wissen müssen

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Von: Helena Gries

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Die Deutsche Bahn plant eine große Veränderung. Künftig soll es keine Fahrkarten mehr beim Bordpersonal geben. 

Kassel - Reisende der Deutschen Bahn haben verschiedene Möglichkeiten des Ticketkaufs. Fahrkarten gibt es entweder am DB-Automaten, in einem Reisezentrum, online oder direkt im Zug beim Bordpersonal. Die letzte Möglichkeit ist allerdings nur noch dieses Jahr möglich. Das Unternehmen schafft den Verkauf von Fahrkarten in den Fernverkehrszügen zum 1. Januar 2022 ab.

Der Ticketverkauf soll dadurch nach Angaben der Deutschen Bahn einfacher und digitaler werden. Hierfür sollen Möglichkeiten zur Fahrkartenerwerb an anderer Stelle erweitert werden. Den Ticketverkauf im Zug beim Personal würden derzeit weniger als 1 Prozent der Bahn-Kunden nutzen.

Ticketverkauf der Deutschen Bahn: Angebot der DB soll digitaler werden

„Nur in Einzelfällen, etwa unter Zeitdruck, greifen Bahn-Kunden mangels Alternativen im Zug auf den Bordverkauf zurück“, berichtet eine Sprecherin der Deutschen Bahn gegenüber dem Technik-Fachmagazin inside digital. Für diese Kunden soll es dann Alternativen geben. Im Rahmen der Digitalisierung setzt die Deutsche Bahn zukünftig auf die Bahn-App „DB Navigator“.

Diese soll ab April 2021 modernisiert werden und den Kunden vielfältigere Möglichkeiten im Fahrkartenkauf bieten. „Dann können Tickets im Fernverkehr auch noch im Zug bis zehn Minuten nach Abfahrt digital gebucht werden.“ heißt es von Seiten der Deutschen Bahn gegenüber stern.de. Damit sei die Möglichkeit eines Ticketkaufs unter Zeitdruck oder einer spontanen Zugfahrt nach wie vor gegeben. Mit dem Ende des Ticketverkaufs im Zug seien dann auch die Fahrkarten zum Bordpreis passé.

Deutsche Bahn: Digitaler Ticketverkauf soll Verbesserung für Reisende bringen

Das Logo der Deutschen Bahn an einem Gebäude.
Keine Tickets mehr im Zug ab 2022: Die Deutsche Bahn schafft den Ticketkauf beim Bordpersonal im Fernverkehr ab. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa

Doch was machen Bahn-Reisende ohne Smartphone? Sie sollen nicht etwa zu unfreiwilligen Schwarzfahrern werden, weil beispielsweise der Automat kaputt ist. Solche Fälle sollen laut Angaben der Deutschen Bahn registriert und geprüft werden.

Deutsche Bahn AGEisenbahnkonzern
Gründung1. Januar 1994
SitzBerlin
CEORichard Lutz

Das von der Eisenbahngewerkschaft EVG befürchtete Konfliktpotential für die Ticket-Kontrolleure im Rahmen der Abschaffung des Ticketkaufs beim Bordpersonal kann die Deutsche Bahn „nicht nachvollziehen“. Laut Berichten auf stern.de solle die Änderung im Wesentlichen eine Verbesserung für die Bahn-Kunden darstellen. Zudem können sich alle Beteiligten in der langen Übergangsphase auf den Wegfall des Ticketkaufs beim Zugpersonal einstellen.

Erst im Dezember vergangenen Jahres wurden die Preise für Bahntickets angehoben. Zum Fahrplanwechsel stiegen die Fahrkartenpreise im Fernverkehr* um durchschnittlich ein Prozent. (Helena Gries) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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