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Aldi und Co. mit neuer Preiserhöhung: Experte mit düsterer Prognose

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Von: Karolin Schäfer, Lucas Maier

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Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg verlangen dem Einzelhandel viel ab. Die Preise für einige Lebensmittel werden bei Aldi erneut angehoben.

Update vom Freitag, 01.04.2022, 14.54 Uhr: Der Discounter-Riese Aldi zieht erneut die Preise für Lebensmittel an*. Wegen steigender Kosten, unter anderem für Dünger- und Futtermittel, werden ab Montag (04.04.2022) die Preise angehoben. Das betrifft vor allem Butter, Fleisch und Wurstwaren, die Aldi Nord-Sprecher* Florian Scholbeck zufolge „deutlich teurer“ werden. Butter soll um 30 Prozent angehoben werden, andere Lebensmittel um 20 bis 50 Prozent.

„Seit Beginn des Ukraine-Krieges gibt es Sprünge bei den Einkaufspreisen, die wir so noch nicht erlebt haben“, wird Scholbeck von der dpa zitiert. Leere Regale soll es aber nicht geben, versicherte der Aldi-Sprecher*, obwohl kurzfristige Engpässe nicht ausgeschlossen werden können. Aber nicht nur bei der Discounter-Kette steigen künftig die Lebensmittelpreise, auch in anderen Supermärkten und Discountern müssen Kundinnen und Kunden mit Preiserhöhungen rechnen.

Ukraine-Krieg und Aldi, Lidl und Co. – zweite Welle an Preissteigerungen erwartet

Auf Verbrauchende kommt jetzt eine zweite Welle der Verkaufssteigerungen zu, „und die wird sicherlich zweistellig“, warnte Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung. Schon bald werde die Preissteigerung „überall in den Supermärkten an den Preisschildern“ zu sehen sein. Zuvor waren die Lebensmittelpreise aufgrund der gestiegenen Energiekosten um fünf Prozent angestiegen, so Sanktjohanser.

Drastische Preiserhöhungen: Aldi erhöht abermals deutlich die Preise - betroffen sind Butter, Fleisch und Wurst-Waren. (Symbolbild)
Drastische Preiserhöhungen: Aldi erhöht abermals deutlich die Preise - betroffen sind Butter, Fleisch und Wurst-Waren. (Symbolbild) © FrankHoermann/Imago

Aldi mit Preiserhöhungen für Lebensmittel: Diese Produkte werden jetzt teurer

Erstmeldung vom Donnerstag, 17.03.2022: Kassel – Nicht nur an der Tankstellen steigen aktuell die Preise: Auch im Supermarkt muss derzeit mehr Geld für den Einkauf bezahlt werden. Die Supermarktkette Aldi erhöht ihre Preise derzeit an viel Ecken und Enden, das berichtet die dpa.

Davon betroffen sind sowohl Produkte in den Filialen von Aldi Nord, als auch in den Filialen von Aldi Süd*. Die Aldi-Kette reagiert damit auf die gestiegenen Kosten, durch Ukraine-Krieg* und Corona-Krise*.

UnternehmenAldi
Filialen11.235
Gründung1913
Mitarbeitende234.560
Umsatz81,8 Milliarden Euro
Quelle: Aldi (Stand: 2019)

Preiserhöhungen für Lebensmittel und Co. bei Aldi: Das sagt der Konzern

Die erhöhten Preise, welche von Herstellern aufgerufen werden, gibt der Konzern jetzt an seine Kundinnen und Kunden weiter. „Dort, wo sich die Kosten im Einkauf durch die derzeitige Marktsituation verändern, müssen auch wir die Verkaufspreise erhöhen“, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber der dpa.

Insgesamt wurden die Preise bei ungefähr 400 Produkten von Aldi erhöht, das schreibt die Lebensmittel-Zeitung am Donnerstag (17.03.2022). Seit Jahren gab es keine solche Preiserhöhung mehr in deutschen Supermärkten, heißt es bei der dpa.

Ukraine-Krieg zeigt Auswirkungen: Aldi mit drastischen Preiserhöhungen

Der Ukraine-Krieg brachte das Fass wohl zum Überlaufen. Bereits zuvor hatte Aldi mit vielen Problemen im Einkauf zu kämpfen, so ein Sprecher.

Der Krieg in der Ukraine ließ die Einkaufspreise nochmals ansteigen. Es sei Teil des Discounter-Modells, heißt es vonseiten Aldis zu den Preissteigerungen. „Wir möchten darauf verweisen, dass sich unsere Margen durch diesen Schritt nicht verändern“, sagte ein Sprecher gegenüber der dpa.

Aldi: Welche Produkte von den Preiserhöhungen betroffen sind

Je nach Produkt fällt die Erhöhung vom Preis unterschiedlich aus, so die Lebensmittelzeitung. Die Preissteigerungen finden sich in vielen Produktgruppen und reichen von Euro-Cent-Beträgen bis zu ganzen Euro-Sprüngen.

Doch seien auch diverse Drogerieartikel, Backwaren, Waschmittel, salzige Snacks und Tiefkühlprodukte teurer geworden. Sogar das Mineralwasser wird teurer. Hier blieb der Preis über mehr als zehn Jahre stabil bei 19 Euro-Cent, das schreibt die Lebensmittel-Zeitung. Das billigste Mineralwasser wird nun bald für 25 Euro-Cent über die Ladentheke wandern. (lm/kas mit dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Unabhängig vom Anstieg der Preise bei Aldi, könnten Lebensmittel im generellen bald teurer* werden.

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