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Pestizide bedrohen die Bienen.
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Pestizide bedrohen die Bienen.

Bienensterben

EU verbietet Killer-Pestizide

  • Stephan Börnecke
    VonStephan Börnecke
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Die EU will den Einsatz von bestimmten Pflanzenschutzmitteln für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle vorerst verbieten, um die wichtigen Honigbienen zu schützen.

Die EU will den Einsatz von bestimmten Pflanzenschutzmitteln für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle vorerst verbieten, um die wichtigen Honigbienen zu schützen.

Zum Schutz der Bienen werden in der EU künftig drei Pflanzenschutzmittel großflächig verboten. Vertreter der EU-Staaten machten am Montag in Brüssel den Weg frei, den Einsatz von drei umstrittenen Nervengiften für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle zu untersagen. Das Verbot soll vom 1. Dezember an für zunächst zwei Jahre gelten. Mit den Chemikalien vorbehandelte Samen dieser Pflanzen dürfen ab dann weder verkauft noch ausgesät werden. Diese sogenannten Neonicotinoide, die unter anderem von Bayer hergestellt werden, stehen im Verdacht, Bienensterben mit zu verursachen.

Gibt es Alternativen zu den Neonicotinoiden? Offenbar. Greenpeace oder der Naturschutzbund Nabu verweisen auf Erfahrungen aus Italien, die zeigten, „dass bei einer Beizung ohne Neonikotinoide die Erträge stabil bleiben und sich gleichzeitig die Bienenvölker erholen“. Im Maisanbau sei der Einsatz mit Nematoden (kleine Fadenwürmer) möglich. Sie werden mit der Saat ausgebracht.

Schlupfwespe kontra Blattlaus

Für die Landwirtschaftsexpertin des BUND, Reinhild Benning, geht es langfristig ohnehin um eine ganz andere Perspektive. „Wir müssen weg von einer Pestizid-getriebenen Landwirtschaft, sie muss nachhaltiger werden“, und das gehe nur ohne Chemie. Greenpeace-Expertin Christiane Huxdorff kritisiert zudem, dass viele Landwirte, wenn sie die Neonicotinoide als systemisch wirkendes Beizmittel einsetzen, rein prophylaktisch arbeiteten. „Sie wissen doch zum Zeitpunkt der Saat noch gar, ob der Schädling tatsächlich auftreten wird.“ Auch Benning hält die Landwirte keineswegs für hilflos, selbst wenn der Chemie-Cocktail nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung stehen sollte. „Bio-Bauern kommen ohne die Gifte aus“, sie setzen stattdessen auf weite Fruchtfolgen“, wechseln also die Kulturen und pflanzen dieselbe Frucht erst wieder Jahre später auf dem selben Acker an.

Im Obst- und Gemüsebau gebe es zum Beispiel gegen Blattläuse biologische Alternativen. Schließlich stünden auch Hobbygärtnern natürliche Wirkstoffe gegen Schädlinge zur Verfügung. Gegen Blattläuse helfen Schlupfwespen und Florfliegen.

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